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Ausbaufähige Beziehungen: Was will der Präsident Sri Lankas in Berlin?

Sri Lanka, die „vom Indischen Ozean umspülte“ Insel, ist in das Blickfeld der Berliner Außenpolitik geraten. Wie es dazu kam und was sich der Inselstaat von Deutschland erhofft.

Ramon Schack
5 Min
Sri Lankas Präsident Ranil Wickremesinghe mit Indiens Ministerpräsidenten Narendra Modi in Neu-Delhi

Sri Lankas Präsident Ranil Wickremesinghe mit Indiens Ministerpräsidenten Narendra Modi in Neu-Delhi

© Sonu Mehta/Imago

Sri Lanka liegt in jener Region, welche von den Strategen der westlichen Politik im asiatischen – vor allem aber süd- und südostasiatischem Raum – pauschal als Indopazifik bezeichnet wird. Es war der indische Marinestratege Gurpreet S. Khurana, der Anfang 2007 den Begriff „Indopazifik“ erfand und in die geopolitische Debatte brachte. Inzwischen wurde diese Begrifflichkeit – ganz zum Entsetzen des Urhebers – umgedeutet. Mit der Wortschöpfung sollte der indische Subkontinent mit der zweitgrößten Bevölkerung weltweit strategisch mit den Boom-Regionen Ostasiens am Pazifik in Verbindung gebracht werden, was den Anspruch Indiens unterstreichen sollte, der Volksrepublik China auf dem Weg zum Status einer Weltmacht zu folgen. Traditionell wurden die Anrainerstaaten des Indischen Ozeans, in diesem Fall die asiatischen Anrainerstaaten, denn dieser Ozean liegt auch an den Küsten Ost-Afrikas und West-Australiens, als Süd-Asien betrachtet und getrennt von den südost- und ostasiatischen Anrainerstaaten des Pazifiks. Bei dem Begriff „Indopazifik“ handelt es sich also um einen relativ neuen Begriff, der aber an Bedeutung gewinnt und daher eine immer stärkere Verwendung findet.

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