Ausgabe auf Anfrage / Polizei bewachte CDU-Stand: Junge Union verteilt doch Aufkleber

Die Kreuzberger Junge Union hat entgegen anders lautender Ankündigungen in Kreuzberg ihre umstrittenen Aufkleber mit der Aufschrift "Deutschland muss in Kreuzberg wieder erkennbar sein". verteilt. Auf Anfrage griff der Kreuzberger JU-Vertreter Florian Graf am Sonnabendmittag in sein Jackett und gab den Aufkleber weiter.Graf gab den Aufkleber so verdeckt weiter, dass für Umstehende nur die Rückseite erkennbar war. Anschließend weigerte er sich, seinen Namen zu nennen, als ihn ein Pressevertreter danach fragte. Wenige Meter davon entfernt verteilte der CDU-Kreisvorsitzende Kurt Wansner Flugblätter. Wansner hatte am Freitag gesagt, man wolle auf die Aufkleber verzichten, um nicht in die "rechtsradikale Ecke" gedrängt zu werden. Eingestampft wurden die 20 000 umstrittenen Aufkleber bislang nicht. Die Junge Union Kreuzberg überlege, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verteilen, hieß es am Infostand. Die Polizei war mit zwei Mannschaftswagen zur Bewachung des Infotisches vor dem Reichelt-Markt an der Ecke Yorck-/Großbeerenstraße gekommen. In der Nacht zu Freitag war es zu Übergriffen gegen die JU-Geschäftsstelle in Tempelhof gekommen. Aus der autonomen Szene hatte es Drohungen gegen die JU gegeben. Die Grüne Jugend und die Demokratische Linke verurteilten die JU-Aktion. Auch der JU-Landesvorstand und CDU-Generalsekretär Volker Liepelt distanzierten sich von den Aufklebern, die allerdings die Zustimmung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) fanden. ...

BLZ
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Die Kreuzberger Junge Union hat entgegen anders lautender Ankündigungen in Kreuzberg ihre umstrittenen Aufkleber mit der Aufschrift "Deutschland muss in Kreuzberg wieder erkennbar sein". verteilt. Auf Anfrage griff der Kreuzberger JU-Vertreter Florian Graf am Sonnabendmittag in sein Jackett und gab den Aufkleber weiter.Graf gab den Aufkleber so verdeckt weiter, dass für Umstehende nur die Rückseite erkennbar war. Anschließend weigerte er sich, seinen Namen zu nennen, als ihn ein Pressevertreter danach fragte. Wenige Meter davon entfernt verteilte der CDU-Kreisvorsitzende Kurt Wansner Flugblätter. Wansner hatte am Freitag gesagt, man wolle auf die Aufkleber verzichten, um nicht in die "rechtsradikale Ecke" gedrängt zu werden. Eingestampft wurden die 20 000 umstrittenen Aufkleber bislang nicht. Die Junge Union Kreuzberg überlege, sie zu einem späteren Zeitpunkt zu verteilen, hieß es am Infostand. Die Polizei war mit zwei Mannschaftswagen zur Bewachung des Infotisches vor dem Reichelt-Markt an der Ecke Yorck-/Großbeerenstraße gekommen. In der Nacht zu Freitag war es zu Übergriffen gegen die JU-Geschäftsstelle in Tempelhof gekommen. Aus der autonomen Szene hatte es Drohungen gegen die JU gegeben. Die Grüne Jugend und die Demokratische Linke verurteilten die JU-Aktion. Auch der JU-Landesvorstand und CDU-Generalsekretär Volker Liepelt distanzierten sich von den Aufklebern, die allerdings die Zustimmung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen (CDU) fanden. (se.)

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