Wiedersehen

Ausgeblutet und gerupft: Was der späte Defa-Film „Herzsprung“ festhält

Der Film von Helke Misselwitz ist ein seelisches Dokument der Nachwendezeit. Jahrzehnte später bricht der von Wohlstand und Alltag zugekleisterte Schmerz neu hervor.

5 Min
Ein Dokument der Veränderung: Tatjana Besson und Claudia Geisler in „Herzsprung“ von Helke Misselwitz

Ein Dokument der Veränderung: Tatjana Besson und Claudia Geisler in „Herzsprung“ von Helke Misselwitz

© Imago

Der Film beginnt mit Gesang und toten, ausgebluteten Gänsen, denen die Federn ausgerissen werden. Wir befinden uns in einem kleinen Städtchen im Norden Brandenburgs, das so, wie es gefilmt wurde, nie existierte, auch wenn es den titelgebenden Namen und die Abfahrt der Autobahn 24 gibt: „Herzsprung“ von Helke Misselwitz, herausgekommen 1992.

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