Prozessauftakt

Vater aus Marzahn soll Kinder fast 200 Mal missbraucht haben

Der 53-Jährige verweigerte zu Prozessbeginn die Aussage.

BLZ
2 Min
Der Prozess wird am Landgericht Moabit verhandelt.

Der Prozess wird am Landgericht Moabit verhandelt.

© dpa

Ein vorbestrafter Sexualtäter hat in einem Prozess wegen Kindesmissbrauchs in 192 Fällen geschwiegen. Der 53-Jährige soll sich in Berlin-Marzahn an drei Mädchen vergangen haben. Die Kinder seien drei bis acht Jahre alt gewesen, als es von August 2004 bis Februar 2016 zu den mutmaßlichen Übergriffen kam. Die Verteidigerin erklärte am Dienstag zu Prozessbeginn am Landgericht, es sei noch offen, ob sich der Angeklagte später zu einem Teil der Vorwürfe äußern wird.

Der 53-Jährige musste bereits eine Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren wegen Kindesmissbrauchs verbüßen und war 2011 aus der Haft entlassen worden. Sollten sich die jetzigen Vorwürfe bestätigen, würde auch eine Sicherungsverwahrung in Betracht kommen, erklärten die Richter.

Gegen den 53-Jährigen liegen zwei Anklagen vor. In der Zeit von 2004 bis 2006 soll der Gelegenheitsarbeiter in 190 Fällen die Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin missbraucht haben. Das Mädchen sei damals sechs bis acht Jahre alt gewesen. Im Februar 2016 soll der Angeklagte zwei drei- und siebenjährige Schwestern aus seiner Nachbarschaft missbraucht haben. Zudem habe er Kinderpornografie besessen. Der Prozess wird am 19. September fortgesetzt. (dpa)

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema