Das Halbfinale im Berliner Landespokal zwischen Sparta Lichtenberg und dem BFC Dynamo in Rummelsburg ist nach Polizeiangaben von massiven Ausschreitungen überschattet worden. Ein Kind erlitt laut Polizei ein Knalltrauma, ein Ordner wurde verletzt, zwölf Einsatzkräfte der Polizei sollen ebenfalls Verletzungen erlitten haben. Die Behörde nahm vier Personen fest und leitete fünf Strafanzeigen ein.
Wie die Berliner Polizei am Montag mitteilte, sollen BFC-Anhänger gegen 16.25 Uhr außerhalb des Stadions Pyrotechnik gezündet haben. Als die Polizei Videos zur Beweissicherung aufnahm, seien die Einsatzkräfte aus dem Gästeblock heraus mit Böllern, Glasflaschen und Faustschlägen attackiert worden. Die Beamten hätten mit körperlichem Zwang und Pfefferspray reagiert. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel für rund 15 Minuten. Der BFC gewann die Partie mit 6:3 nach Verlängerung und trifft im Finale am 23. Mai auf die VSG Altglienicke.
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Hitlergrüße und Vorfall nach Abpfiff in Kneipe
Die Polizei leitete Strafanzeigen wegen besonders schweren Landfriedensbruchs, der Verwendung von verfassungsfeindlichen Symbolen und wegen Beleidigung ein. Zwei BFC-Anhänger sollen laut Polizeiangaben jeweils den Hitlergruß gezeigt haben.
Auch nach Abpfiff gab es noch einen Vorfall: Am Abend meldete eine Passantin laut Polizei, dass eine Gruppe in einem Lokal an der Weitlingstraße wiederholt verfassungsfeindliche Parolen skandiert habe. Die Beamten trafen dort auf elf Personen, die augenscheinlich BFC-Anhänger gewesen seien. Bei den Identitätsfeststellungen sei es zu Beleidigungen und Widerstandshandlungen gekommen. Die Ermittlungen dauern an. Insgesamt waren rund 150 Einsatzkräfte vor Ort. Eine Stellungnahme des BFC Dynamo lag zunächst nicht vor.
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