Urbane Landwirtschaft

Eröffnung eines außergewöhnlichen Supermarkts: Berlin bekommt Deutschlands größte Dachfarm

Der Salat für rund 500 Supermärkte in der Hauptstadtregion soll künftig von einem Rewe-Dach in Lankwitz kommen.

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Hier noch als Modell. Der „Green Farming“-Rewe in Lankwitz ist seit 21. Mai Realität.

Hier noch als Modell. Der „Green Farming“-Rewe in Lankwitz ist seit 21. Mai Realität.

© Rewe

Supermärkte gelten normalerweise als letztes Glied in der Lebensmittelkette. In einem Berliner Rewe-Markt beginnt die Kette jetzt direkt auf dem Dach. Am Donnerstag eröffnete in Lankwitz der erste Berliner Supermarkt mit Dachfarm. Was Kunden zukünftig unten in der hölzernen Markthalle in ihren Einkaufswagen legen, wird kurz zuvor noch über ihren Köpfen gewachsen sein.

Zumindest der Salat. Im großen Stil sollen auf dem Dach des hölzernen Markts Kopfsalat, Römersalat, Lollo Rosso und dunkelgrüner Easy-Leaf-Salat wachsen. Insgesamt bis zu 900.000 Pflanzen jährlich, so die Pläne. Ein paar Dutzend Kilogramm des Lankwitzer Pflücksalats wandern eine Etage tiefer direkt ins Gemüseregal. Die restliche Ware möchte Rewe an rund 500 Märkte in der Hauptstadtregion liefern. Geerntet werden kann das Blattgemüse bereits im Sommer. 

Die Pflanzen sollen aber nicht nur auf einem Dach in der Stadt, sondern auch fast ohne Erde entstehen. In hydroponischem Anbauprozess wachse der Salat auf speziellen Trays, die mehrmals am Tag mit einer Nährlösung geflutet werden, heißt es. Ist er verzehrbar, gelangt er sofort an die Frischetheke. So sind die Pflanzen zwei bis drei Tage frischer als über den herkömmlichen Weg. Bisher kämen die Salate in der Regel per Lkw aus Italien, erklären die Rewe-Manager.

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