Beim glücklichen 2:1 des Hamburger SV gegen den 1. FC Kaiserslautern kam man nicht umhin, sich gelegentlich zu fragen: Was macht eigentlich die Nummer 45? Zum Beispiel in der 20. Minute. Da kickte die Nummer 1 der Hamburger den Ball direkt zum Lauterer Ivo Ilicevic, dessen Heber aber nur an der Latte landete. Es wäre das 0:2 gewesen, nachdem Frank Rost, besagte Nummer 1, schon beim Freistoßtreffer von Srdjan Lakic in der 3. Minute recht unbeteiligt in der Tormitte gestanden hatte. Die Nummer 45 saß derweil auf der Bank und drehte Däumchen. Jaroslav Drobny, 30, war im Sommer von Hertha BSC verpflichtet worden, wo er trotz des Abstiegs eine sehr solide Saison gespielt hatte. Der Tscheche sollte den 37-jährigen Frank Rost ersetzen, der am Ende nicht immer den sichersten Eindruck gemacht hatte. So schien es zumindest zu sein. Doch der neue Trainer Armin Veh hatte andere Ideen, wie schon die Vergabe der Rückennummer erkennen ließ. Von einem echten Konkurrenzkampf um den Posten kann keine Rede sein, Drobny hat noch keine Minute gespielt in der Bundesliga. Selbst als sich Rost am dritten Spieltag beim 1:1 gegen Nürnberg eine Risswunde am Knie zuzog, spielte er lieber durch, als dem Rivalen eine Chance zu geben.An die Nerven geht dem einst bei Schalke von Manuel Neuer blitzartig verdrängten Rost die renommierte Alternative auf der Bank ganz offensichtlich. Bereits im Liga-Cup patzte er gegen Schalke, in der Torhüter-Wertung des Kicker rangiert er nur auf Platz neun - mit Bremens Tim Wiese - und schon im Hamburger Derby leistete er sich, als er St. Paulis Hennings anschoss, einen ähnlichen Aussetzer wie am Sonnabend. Auch da hatte er Glück. Das wird nicht immer so sein, und langsam wüsste mancher HSV-Fan wohl gern, wie es eigentlich um Drobnys Nerven bestellt ist. (mali.)------------------------------Foto: Ersetzbar oder nicht? HSV-Keeper Frank Rost.
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