Rechtsfrage

Darf der Fahrer das Handy im Auto überhaupt in die Hand nehmen?

In der Praxis gibt es für diese Frage jedoch Fallstricke.

BLZ
2 Min
Wer während der Fahrt eine Nachricht auf dem Handy tippt, riskiert ein Bußgeld. Umlegen darf man das Smartphone allerdings. 

Wer während der Fahrt eine Nachricht auf dem Handy tippt, riskiert ein Bußgeld. Umlegen darf man das Smartphone allerdings. 

© Monika Skolimowska/dpa

Fahrer dürfen das Handy kurz in die Hand nehmen

Ja, denn das bloße Anfassen eines Mobiltelefons ist der Rechtsprechung nach nicht verboten, wie der ADAC erklärt. Es gibt allerdings ein großes Aber: Denn beim Umlegen dürfen Autofahrer das Handy oder auch andere elektronische Geräte in keiner Weise nutzen, auch nicht durch einen Blick aufs Display - und sei er noch so kurz.

Das bloße Halten oder Aufnehmen des Geräts ohne irgendeine Nutzung reicht laut ADAC nicht für Sanktionen aus. Zwar sei rechtlich zunächst die Auffassung vertreten worden, dass schon das bloße Aufnehmen elektronischer Geräte eine Ordnungswidrigkeit darstellen könne. Mittlerweile sei die Rechtsprechung aber auf die Auslegung eingeschwenkt, dass das Aufnehmen ohne Benutzung zulässig ist.

ADAC rät dazu, dass Smartphone vor der Fahrt sicher zu verstauen

Das führt in der Praxis, wenn man als Autofahrer von der Polizei angehalten wurde, zu der Frage: Was haben die Beamten tatsächlich gesehen oder was glauben sie gesehen zu haben? Daher sei es besser das Handy immer in einer Halterung zu nutzen oder es vor der Fahrt sicher zu verstauen und die Hände am Steuer zu lassen, rät der ADAC.

Wer gegen das Handyverbot verstößt und dabei erwischt wird, muss mit mindestens einem Punkt in Flensburg und mit Bußgeldern ab 100 Euro rechnen. Bei Gefährdung oder Sachbeschädigung drohen außerdem Fahrverbote von einem Monat. (dpa/tmn)

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