Naturgemäß schmeckt die Luft in größeren Mehrzweckhallen recht rasch schweißig bis stickig. An diesem Montagabend aber ist das anders. Bevor der größte aller weiblichen Popstars des Landes die Bühne betritt, schwebt ein synthetischer Parfümcocktail aus Himbeeren, Jasminblüten und Kokosnüssen durch die Uber-Arena in Friedrichshain. Keine Erscheinung ohne Ursache: Beinahe ausschließlich Mädchen haben sich hierorts versammelt. Nur einzelne Grundschulkinder sitzen auf den Schultern ihrer Väter und einige Teenager halten die Hände ihrer Freunde. Manche der jungen Frauen verhüllen ihre Haare mit Tüchern, allerlei verzieren sie mit Schleifen. Durch die Farbgebung der Gewänder würdigen sie ihre jeweilige Ayliva-Lieblingsplatte „Weisses Herz“ (2022), „Schwarzes Herz“ (2023) oder „In Liebe“ (2025) – so wünschte es sich Ayliva vor ihrer Tournee in einem Kurzvideo.
Konzert
Ayliva in der Berliner Uber-Arena: Die Schmerzenslehre einer Prinzessin
Keine Rose ohne Dornen: Für eine sehr junge Generation besingt der größte weibliche Popstar Deutschlands die mitunter zerstörerische Macht der Liebe. Am Ende aber steht Katharsis.
6 Min
Link kopiert
Die Artikel-URL wurde erfolgreich in Ihrer Zwischenablage gespeichert.
Ayliva im Konzert in der Berliner Uber-Arena am 15. September 2025
© Christina Kratsch/Davids