Ermittlungen

Nach Fund von Babyleiche: Ermittler verdächtigen die Mutter des Kindes

Im Fall des in Renningen tot aufgefundenen Säuglings ist die Identität geklärt. Gegen die Mutter des drei Monate alten Jungen wird nun ermittelt.

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Zahlreiche Einsatzkräfte waren bei der Suche nach dem vermissten Kleinkind im Einsatz.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren bei der Suche nach dem vermissten Kleinkind im Einsatz.

© Jason Tschepljakow/dpa

Bei der in Renningen westlich von Stuttgart aufgefundenen Babyleiche handelt es sich zweifelsfrei um den seit vergangener Woche vermisst gemeldeten drei Monate alten Jungen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das Polizeipräsidium Ludwigsburg am Mittwoch mit. Die Identifizierung sei über einen DNA-Abgleich erfolgt.

Gegen die 32 Jahre alte Mutter des Kindes wird nach Angaben der Ermittler nun wegen des Verdachts des Vortäuschens einer Straftat ermittelt. Sie stehe im Verdacht, das tote Baby selbst im Bereich des Rankbachs am Ortsrand von Renningen abgelegt zu haben. Hinweise auf eine Entführung des Säuglings hätten sich im Zuge der bisherigen Ermittlungen nicht ergeben.

Todesumstände des Kindes weiter unklar

Unter welchen Umständen der Junge zu Tode kam, ist nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei weiterhin offen. Die Ermittlungen dauerten an. Bei der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Ludwigsburg wurde eigens die Ermittlungsgruppe „Wagen“ eingerichtet, der derzeit 13 Personen angehören.

Die Eltern hatten den Säugling nach Polizeiangaben in der Nacht zum vergangenen Freitag als vermisst gemeldet. Das Kind habe zuletzt unbeaufsichtigt in einem Kinderwagen gelegen. An der anschließenden Suche im Umfeld der Stadt mit rund 18.000 Einwohnern beteiligten sich nach Polizeiangaben rund 50 Beamte, Suchhunde des Deutschen Roten Kreuzes, Hubschrauber sowie Drohnen mit Wärmebildkameras. Am vergangenen Freitag war zwischen Renningen und dem Ortsteil Malmsheim die Leiche des Babys entdeckt worden.

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