Drei Jahre. Drei lange Jahre hatte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock Zeit, um Deutschlands Außenpolitik neu zu gestalten. Sie wollte aus einem zögerlichen Riesen einen global agierenden Player machen. Was ist passiert? Nichts. Während die Welt um uns herum brodelt – sei es in Nahost, im Umgang mit der Atommacht Russland, das Verhältnis zu China oder den neuen Realitäten in Washington –, wirkt Deutschland wie ein müder Fernsehzuschauer, der ständig nach der Fernbedienung sucht, aber nicht mehr weiß, welcher Sender eigentlich gerade im Trend ist.
Geopolitik
Baerbocks verzweifelte Suche nach Bedeutung – doch wer will noch was von Deutschland?
Während um uns herum Allianzen geschmiedet werden, sucht die Noch-Außenministerin verzweifelt nach neuen Partnern. Doch dafür ist es jetzt zu spät. Ein Kommentar.
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Klima-Außenpolitik war ein Herzensthema für Annalena Baerbock (Grüne). Doch sie verlor das Wesentliche aus den Augen: internationale Partnerschaften.
© Britta Pedersen/dpa