Wegen eines technischen Defekts war ein ICE in Richtung Hannover am Sonntagnachmittag im brandenburgischen Nennhausen gestrandet. Die meisten Fahrgäste konnten den Zug nach einiger Zeit verlassen und in einem anderen ICE ihre Fahrt fortsetzen. Lediglich zwei Fahrgäste im Rollstuhl, darunter der niedersächsische SPD-Landtagsabgeordnete Constantin Grosch, und eine Begleitperson mussten im kaputten ICE sitzen bleiben.
Der Grund: An dem Regionalbahnhof in Nennhausen habe es keinen Hublift gegeben, über den sie den Zug hätten verlassen können, schrieb Grosch auf Twitter. Die Bahn verwies auf Anfrage auf die eigenen Vorschriften, die es zum Schutz der Fahrgäste und aus versicherungstechnischen Gründen unmöglich machten, den Kunden auf andere Weise aus dem Zug zu helfen.
Der defekte ICE konnte Groschs Schilderungen zufolge schließlich nach Stendal fahren, wo die Mitarbeiter erst unter seiner Anleitung einen Hublift hätten einsetzen können, um die Fahrgäste aus dem Zug zu holen. „Wir sollen um 17 Uhr in Hannover ankommen. 2h später als geplant und ca. 1h später, als die anderen gestrandeten Fahrgäste“, schrieb Grosch auf Twitter.
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