Nach einer Stunde konnte er die Klinik wieder verlassen. Er sei wegen eines Schocks ambulant behandelt worden, hieß es. Wie es zu dem Unfall kam, wissen die Ermittler der Bundespolizei noch nicht. „Wir haben die Aufzeichnungen des Fahrtenschreibers des Unfallzuges sowie die elektronischen Unterlagen vom Stellwerk gesichert“, sagte Sprecher Meik Gauer. Die Auswertung werde einige Tage dauern.
20 Kilometer in der Stunde
Spekulationen, nach denen Fehler im Stellwerk gemacht worden sind, wies die Bundespolizei als Spekulation zurück.
Nach bisherigen Informationen war der Unglückszug mit einer Geschwindigkeit von 20 Kilometern in der Stunde unterwegs. Durch die Wucht des Aufpralls rutschten vier Wagen des abgestellten Zuges von den Gleisen. Auch der Triebwagen des fahrenden Zuges muss wieder auf das Gleis gestellt werden. Das soll im Laufe des Tages geschehen. Der Bauzug, der über einen speziellen Kran verfügt, sollte gegen 11 Uhr an der Unglücksstelle eintreffen.
Fest steht, dass die beiden Hochgeschwindigkeitszüge nicht für den Verkehr bereitstehen. Die Höhe des Sachschadens ist unklar.
Der Fernbahn- und Regionalverkehr ist von dem Unfall nicht betroffen. Der Verkehr laufe planmäßig, sagte ein Bahnsprecher. Auch die durch den Bahnhof führende Strecke von und nach Frankfurt (Oder) ist nicht beeinträchtigt. Möglicherweise komme es während der Aufräumungsarbeiten zu kleineren Beeinträchtigungen.
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