Zunächst war es um Textilpflege gegangen. Albas Geschäftsführer Marco Baldi hatte vor der Partie gesagt, es werde auch darauf ankommen, die unglückliche 59:60-Niederlage im Bundesligaduell am Sonnabend bei den Baskets Bonn „aus den Klamotten zu kriegen“. Das erste Viertel schien dafür zu genügen.
Nach beschwerlichem Start gegen ein Gästeteam, das in dieser Phase vier von vier Distanzwürfen verwandelte, übernahm Alba in der 9. Minute beim 23:22 erstmals die Führung und verabschiedete sich mit einem 25:24 in die erste Pause.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein intensives Hin und Her, bei dem Alba weiter in Front blieb. Der Vorsprung hätte womöglich höher ausfallen können als etwa die sechs Punkte zur Hälfte des Durchgangs (35:29), doch unterliefen den Gastgebern immer wieder Fehler. Acht Ballverluste verzeichnete die Statistik im zweiten Durchgang; allerdings stellten sich die Franzosen kaum besser an.
Was Alba an Präzision fehlte, glich die Mannschaft durch Kampf aus. Das mochte es auch Uros Slokar leichter machen, sich in die Rotation von Trainer Obradovic einzuordnen und auf unauffällige Art zu helfen, dass die Intensität nicht abfiel.
Die Hauptlast der Verantwortung trugen ohnehin andere. Im Angriff zum Beispiel David Logan, mit 17 Punkten, in der Verteidigung das Kollektiv. Die Aggressivität setzte den Franzosen zu, barg zugleich aber Risiken, die Reggie Redding nach dem Seitenwechsel in Form seines vierten Fouls zu spüren bekam (26.).
46:42 stand es in diesem Moment. Alba hatte Gravelines nur zu vier Punkten kommen lassen. Mit 50:44 ging es in den Schlussabschnitt. „Defense, Defense“, skandierten die 7 110 Zuschauer in der Arena. Es war das Motto des Abends.
Anderthalb Minuten waren nach Wiederbeginn gespielt, da erzielte Akeem Vargas die erste zweistellige Führung (54:44). Das 65:51 durch Vojdan Stojanovski verschaffte Alba dann Luft (37.). Und als 56,5 Sekunden vor Schluss David Logan zum 70:57 in Gravelines Korb legte, war die Feier auf den Rängen eröffnet.
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