KARLSHORST. Es sollte ein Dorado für Reitsportler werden und schon längst in Betrieb sein, doch jetzt werden die Pläne geändert: Frühestens in einem halben Jahr wird das Reitsportzentrum auf der Trabrennbahn Karlshorst eröffnet. "Uns fehlen 350 000 Euro", sagt Dimitrios Vergos, der Geschäftsführer des Pferdesportparks Karlshorst (PSP). "Das Geld hat einfach nicht ausgereicht, wir waren von Anfang an etwas zu euphorisch und zu optimistisch."Das Reitsportzentrum entsteht neben der Haupttribüne auf der Trabrennbahn. Alte Kioske wurden dafür abgerissen, im März sollen die Arbeiten am Fundament weitergehen. "Derzeit sind wir dabei, die Finanzierung zu klären", sagt Vergos. Insgesamt 1,3 Millionen Euro soll das Projekt kosten - den Mehraufwand eingerechnet. Dafür entstehen dann eine 1 900 Quadratmeter große Reithalle sowie 54 Boxen, in denen Pferdebesitzer ihre Tiere zur Miete unterbringen können. "In einem zweiten Bauabschnitt sollen noch einmal rund 40 Boxen hinzukommen", sagt Vergos. Wann das sein wird, ist aber noch offen. "Erst wenn der erste Teil voll vermietet ist, beginnt der zweite." Immerhin hätten schon 15 Pferdebesitzer ihr Interesse an der Unterbringung ihrer Tiere in Karlshorst signalisiert. Geplant ist, in der neuen Halle auch Wettkämpfe auszutragen - es entstehen Plätze für 300 Zuschauer.Das Reitsportzentrum ist das bislang größte Projekt des Pferdesportparks. Der PSP hatte im vergangenen Jahr die Ende 2003 geschlossene Trabrennbahn von der TLG Immobilien GmbH gekauft und betreibt sie seitdem als Konkurrent zur Trabrennbahn Mariendorf. In diesem Jahr gab es 41 Renntage, 2006 werden es 50 sein. Das Geschäft läuft mäßig gut. "Zumindest konnten wir unsere Vorjahres- umsätze halten", sagt Vergos.
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