Renovierungsarbeiten

Eingemauert in Kellerwand: Bauarbeiter in Belgien entdecken Gold im Wert von 9 Millionen Euro

Bauarbeiter haben bei Renovierungsarbeiten in Belgien einen Goldschatz im Wert von rund neun Millionen Euro entdeckt. Das Gold war in einer Kiste in einer Kellerwand versteckt.

3 Min
Goldbarren liegen beim Edelmetallhändler Pro Aurum in einem Tresor auf einem Tisch. (Symbolbild)

Goldbarren liegen beim Edelmetallhändler Pro Aurum in einem Tresor auf einem Tisch. (Symbolbild)

© Sven Hoppe/dpa

Ein Goldschatz in Dendermonde hat in Belgien für Aufsehen gesorgt: Bei Renovierungsarbeiten entdeckten Bauarbeiter in Sint-Gillis-Dendermonde (Ostflandern) eine große Menge Gold. Nach übereinstimmenden Medienberichten handelt es sich um Goldbarren und Goldmünzen mit einem geschätzten Gesamtwert von rund neun Millionen Euro.

Wo genau wurde das Gold gefunden?

Der Fund gelang bei Renovierungsarbeiten an einem Gebäude des Wohlfahrtsamts CAW Ostflandern, wie VRT News berichtet. Nach Angaben des Portals HLN stießen die Arbeiter im Keller auf eine Kiste, die in die Wand eingemauert war. Darin befand sich eine große  Menge Gold.

Die Arbeiter informierten umgehend ihren Auftraggeber und anschließend die Polizei. „Das Gold besteht aus nummerierten Goldbarren und alten Goldmünzen, die in einer Truhe im Keller versteckt waren“, sagte Geert Hillaert von CAW Oost-Vlaanderen. Er sprach von einem „einmaligen Erlebnis“.

Warum ermittelt die Staatsanwaltschaft?

Die Polizei beschlagnahmte das Gold und brachte es an einen sicheren Ort. Laut HLN wird es inzwischen in einem Hochsicherheitstresor der föderalen Behörden verwahrt.

Die Staatsanwaltschaft Ostflandern nahm Ermittlungen auf. „Im Moment sind weder die Herkunft des Goldes noch der rechtmäßige Eigentümer bekannt“, teilte Sprecherin Hanne Ollevier laut VRT News mit.

Die Behörde will klären, wie das Gold dorthin gelangte und ob dies auf illegale Weise geschah. „Soweit wir wissen, könnte dieser Fund das Ergebnis dubioser Machenschaften sein und dort versteckt liegen“, sagte Hillaert.

Bekommen die Bauarbeiter Finderlohn?

Nach Polizeiangaben suchten mehrere Personen den Fundort des Goldes auf, wie HLN berichtet. Die Polizei wies demnach darauf hin, dass es sich um „eine umzäunte Baustelle mit mehreren gefährlichen Gruben“ handelt. „Wir waren bereits vor Ort und können garantieren, dass alles entfernt wurde. Gehen Sie daher bitte keinesfalls unverantwortliche Risiken ein.“

Ob die Finder einen Finderlohn erhalten, ist noch offen. Laut VRT News ist rechtlich nicht jeder, der etwas Wertvolles findet, automatisch dessen Eigentümer. In einem älteren Text verweist VRT News darauf, dass Finder in Belgien in der Regel versuchen müssen, den Eigentümer zu finden, und den Fund der Gemeinde melden, sollte dies nicht gelingen. Melde sich der Eigentümer innerhalb von fünf Jahren nicht, könne das Eigentum möglicherweise auf den Finder oder die Gemeinde übergehen.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema