Einen Tag nach der Sternfahrt und der großen Kundgebung am Brandenburger Tor mit Tausenden Teilnehmern in Berlin gehen die Bauernproteste am Dienstag weiter. Im Berliner Regierungsviertel setzten die Landwirte in kleinerem Umfang ihre Demonstrationen fort.
Einige Hundert Bauern mit ihren Traktoren und anderen Fahrzeugen standen demnach am Vormittag auf der Straße des 17. Juni, wie die Polizei mitteilte. Am späten Nachmittag befanden sich nur noch 30 Fahrzeuge vor dem Brandenburger Tor. Die Teilnehmerzahl schwankte gegen Abend laut Polizei zwischen 30 und 50. Die Straße des 17. Juni war am Abend auf der rechten Fahrspur wegen der Proteste ab dem Großen Stern für den Autoverkehr gesperrt, teilte die Polizei auf Anfrage mit.
Von etwa 330 Fahrzeugen war tagsüber die Rede, berichtete die Berliner Polizei. Angemeldet waren zwei Demonstrationen unter anderem von einem Brandenburger Bauernverband. Weitere Konvois von Traktoren stießen im Laufe des Vormittags dazu. Geplant waren Fahrten aus dem Havelland und Teltow-Fläming nach Berlin. Zudem lief seit der Nacht eine Mahnwache des Verbandes Freie Bauern. Laut der Polizei ist die Mahnwache bis Mittwochmorgen geplant. Wie ein Sprecher der Verkehrsinformationszentrale sagte, ist ungewiss, ob die Sperrung auf der Straße des 17. Juni noch am Dienstag aufgehoben werden könne.
Bundestag berät noch in dieser Woche über geplante Agrardieselkürzungen
Es sei jetzt an den Bundestagsabgeordneten im Bundestag zu zeigen, ob sie sich wirklich für die Anliegen der Bauern einsetzen, sagte Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff der Märkischen Allgemeinen. Der Bundestag berät diese Woche über den Bundeshaushalt 2024 und die geplanten Kürzungen beim Agrardiesel. Für Wendorff ist klar: „Wenn man uns nicht entgegenkommt, werden wir wieder auf die Straße gehen. Da sind wir uns alle einig.“ (mit dpa)
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