Baupläne in Berlin-Friedrichshain

Zukunft der Skaterhalle auf RAW-Gelände ungewiss

Der neue Eigentümer des RAW-Geländes möchte das schlechte Image des Grundstücks aufwerten. Zum Beispiel mit dem Neubau von Büros. Clubs, Theater und Skaterhalle und Kinderzirkus sollen aber bleiben. Die Betrieber der Skaterhalle zweifeln daran.

Karin Schmidl
2 Min
Die Skaterhalle am RAW-Gelände bekommt laut Tobias Freitag keinerlei öffentliche Zuschüsse.

Die Skaterhalle am RAW-Gelände bekommt laut Tobias Freitag keinerlei öffentliche Zuschüsse.

© imago/Bernd Friedel Lizenz

Seitdem die Kurth-Immobiliengruppe aus Düsseldorf vor einem Jahr große Teile des RAW-Geländes in Friedrichshain gekauft hat, sind die Erwartungen groß. Das Areal an der Revaler Straße gilt als Hotspot für Clubgänger, aber auch als Kriminalitätsschwerpunkt.

Dem schlechten Image will der neue Eigentümer mit einer Nutzung begegnen, die auch tagsüber Besucher anzieht – eine Markthalle und der Neubau von Büros an der Warschauer Straße sind im Gespräch. Insgesamt aber, so Kurth, soll „die DNA des Areals“ erhalten werden. Damit meint er die zahlreichen Clubs, die Sportangebote und soziokulturellen Einrichtungen wie Theater, Skaterhalle und Kinderzirkus. Doch aus der Skaterhalle wird diese Aussage jetzt infrage gestellt.

Keinerlei öffentliche Zuschüsse

„Wir haben acht Monate vergeblich über einen neuen Mietvertrag verhandelt“, sagt Tobias Freitag vom Unternehmen Five-O, einem Verbund aus Skaterhalle, Kletterkegel, Club Cassiopeia und Biergarten. Der alte Vertrag gilt noch bis 2020. Tobias Freitag will die Miete, derzeit durchschnittlich 1,50 Euro pro Quadratmeter, über 2020 hinaus für alles festschreiben, also auch für den profitablen Club Cassiopeia und den beliebten Biergarten. Seine Begründung: Mit diesen Einnahmen subventioniere sein Unternehmen die Skaterhalle, die keinerlei öffentliche Zuschüsse erhalte.

Die Kurth-Gruppe lehnt die Paketlösung aber ab. Im Gegensatz zur Skaterhalle benötigten Biergarten und Club keine Subventionen – so wie alle Clubs dort, heißt es. Zudem könne man für den Biergarten derzeit keinen langfristigen Vertrag garantieren. Es sei nämlich möglich, dass im Zuge des Planungsverfahrens, das demnächst beginne, ein Teil für eine Feuerwehrzufahrt benötigt werde. Man habe Five-O eine Alternativ-Förderung für die Skaterhalle angeboten. Tobias Freitag sagt, ihm sei kein solches Angebot bekannt. Er fordert einen Runden Tisch, um vor Beginn des Planungsprozesses alles zu klären.

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