Der Schriftsteller Behzad Karim Khani hat der Berliner Zeitung ein ausführliches Interview gegeben, das in der Berliner Zeitung am Wochenende vom 20./21. Oktober 2024 und online erschienen ist. Darin erklärt er, warum er sich im deutschen Literaturbetrieb unwohl fühlt, wie sich der Nahost-Diskurs in seinem Umfeld entwickelt hat und warum er aus dem PEN Berlin ausgetreten ist.
„Ich komme aus dem Iran, aus einer Gesellschaft, in der ein Autor, ein Journalist ein Ethos hat. Autoren gehen bei uns in den Knast für das, was sie schreiben. Und wenn sie rauskommen, fangen sie genau da an, wo sie aufgehört haben, und gehen wieder rein. Meine Vorstellung von einem Autor, von einem Intellektuellen ist, dass ihm eine gewisse Machtkritik innewohnt. Mit machtkonformen Menschen kann ich sehr wenig anfangen. Mit machtkonformen Schriftstellern noch weniger, mit einem machtkonformen Schriftstellerverband gar nichts.“
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Der PEN Berlin habe seine Versprechen nicht eingehalten, für mehr Frische, Diversität, Zeitgeist, Progressivität. Er habe von einem Schriftstellerverband auch mehr intellektuelle Tiefe erwartet. „Stattdessen sitzen da die Fleischhauers, die Ahmad Mansours, die Jan Feddersens, die Stefan Laurins und irgendwelche Zweitliga-Springer-Journalisten auf den Panels mit unterkomplexen, reißerischen Positionen aus dem letzten Jahrhundert. Was sie auch gerne machen können, aber da ist dann eben nicht mein Platz. Das ist mir zu schwach, zu träge, zu unbefriedigend und langweilig.“ Kritik übt Behzad Karim Khani auch an dem Sprecher des PEN Berlin, Deniz Yücel.
Lesen Sie das ganze Interview online oder in Print in der Berliner Zeitung am Wochenende.
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