Iran-Verhandlungen

Trump fordert Saudi-Arabien, Katar und weitere Staaten zu Abkommen mit Israel auf

US-Präsident Donald Trump spricht von „guten“ Verhandlungen mit dem Iran. Zudem fordert er mehrere Länder zu einem Beitritt zu den Abraham-Abkommen auf.

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US-Präsident Donald Trump

US-Präsident Donald Trump

© Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat mehrere Länder aufgefordert, im Zusammenhang mit einer möglichen Einigung mit dem Iran den Abraham-Abkommen über eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel beizutreten. Er erklärte auf Truth Social, er habe am Samstag mit den Staats- und Regierungschefs sowie hochrangigen Vertretern mehrerer Länder gesprochen.

Den Anfang sollten nach Trumps Vorstellung Saudi-Arabien und Katar machen, alle weiteren sollten folgen. „Wenn sie es nicht tun, sollten sie nicht Teil dieses Deals sein, weil das schlechte Absichten zeigt“, schrieb er. Weiter nannte er Pakistan, Ägypten, Jordanien und die Türkei. Es sei möglich, dass „ein oder zwei Länder“ einen Grund hätten, nicht mitzumachen; das werde akzeptiert, so Trump.

Sollte der Iran ein Abkommen mit den USA und Trump als US-Präsident unterzeichnen, wäre es eine „Ehre, sie ebenfalls in diese beispiellose Weltkoalition aufzunehmen“, schrieb Trump weiter. Er sagte, die Verhandlungen mit dem Iran „verlaufen gut“, es werde aber nur einen „großartigen Deal für alle“ geben. Sollte das nicht der Fall sein, gehe es  „zurück an die Front“.

Bestehende Abkommen aus Trumps erster Amtszeit

Die Abraham-Abkommen waren 2020 während Trumps erster Amtszeit geschlossen worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain nahmen damals als erste arabische Staaten seit einem Vierteljahrhundert diplomatische Beziehungen zu Israel auf, wie Reuters berichtet.

Marokko und Sudan folgten, im vergangenen Jahr trat nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP auch Kasachstan bei, das bereits seit 1992 Beziehungen zu Israel unterhält. Ägypten und Jordanien haben laut der Times of Israel bereits 1979 beziehungsweise 1994 Friedensabkommen mit Israel unterzeichnet.

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu reagierte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht auf eine Anfrage zu Trumps Beitrag. Trump selbst erwähnte Israel in seinem Text nicht namentlich. Laut der Times of Israel blieb zunächst offen, ob er einen klassischen Beitritt zu den Abkommen oder einen breiteren politischen Rahmen meine.

Wie Reuters weiter berichtete, hatte  sich Trump nach der im Vorjahr in Kraft getretenen Waffenruhe im Gazastreifen optimistisch über einen Beitritt Saudi-Arabiens zu dem Abkommen gezeigt. Riad zeigte sich bislang nicht zu einem solchen Schritt bereit. (mit AFP)

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