Dem Verein Moabit hilft e.V. im Bezirk Mitte droht nach eigenen Angaben das Aus. Der Verein verliert zum 1. Juni 2025 die Räumlichkeiten ohne Aussicht auf Alternative, wie aus einem Beitrag auf Instagram hervorgeht. „Nach zehn Jahren voller Einsatz, unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit und finanziellen Belastungen lässt uns die Stadt Berlin im Stich“, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Moabit e.V. wurde demnach die Kündigung der Räumlichkeiten ausgesprochen. Der Vermieter ist demnach die Stadt Berlin, vertreten durch die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM).
„2018 haben wir die Räumlichkeiten in der Turmstraße 21 übernommen – ein Gebäude in katastrophalem Zustand. Offene Kabel, kaputte Fußböden, Wasserschäden, aus den Angeln gerissene Türen und marode sanitäre Einrichtungen waren nur einige der Mängel, mit denen wir täglich konfrontiert waren“, schreibt der Verein weiter. Demnach habe die BIM nur notdürftig Reparaturen vorgenommen. Seit 2020 habe der Verein nach eigenen Angaben keinen gültigen Mietvertrag, aber dennoch weiter Miete gezahlt. Der Wunsch um eine Verlängerung des Mietvertrags sei mehrfach abgelehnt worden.
Nach Ansicht von Moabit hilft e.V. steht dies im Widerspruch zu einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte aus dem Jahr 2020. Demzufolge muss das Gelände in der Turmstraße als Standort für gesundheitliche und soziale Einrichtungen dienen. „Einzelne Politiker*innen setzen sich weiterhin für unseren Verbleib ein, doch bisher ohne Erfolg“, schreibt der Verein und lässt die Politikerinnen und Politiker unbenannt. Moabit hilft e.V. berät Menschen in Moabit in sozialen und asylrechtlichen Fragen.
Quelle: Moabit hilft e.V. und Moabit hilft e.V. auf Instagram
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