Techno

Berghain-Resident Ryan Elliott: „Der Hype und das Trara um den Club sind geisteskrank“

Ryan Elliott zog 2009 von der Techno-Mutterstadt Detroit hierher nach Berlin. Das Berghain verteidigt er gegen seine Hater – aber mit einem interessanten psychologischen Twist.

3 Min
Längst selbst schon Kult: die wahnsinnig lange Warteschlange vor dem Techno-Club Berghain

Längst selbst schon Kult: die wahnsinnig lange Warteschlange vor dem Techno-Club Berghain

© Christophe Gateau/dpa

Das Berghain zieht viel Hass auf sich. Was wird dem Berliner Techno-Club nicht alles vorgeworfen: Zu kommerziell sei das Berghain geworden, wird gemunkelt; zu teuer, zu mainstreamig, zu versnobt, zu seelenlos, zu hetero, zu selbstverliebt, zu spießig, zu austauschbar, zu profitgierig, zu erfolgreich. Und, und, und. Die Reihe ließe sich noch lange fortsetzen.

Manche Hater des Clubs in Friedrichshain im einstigen DDR-Heizkraftwerk unweit des Ostbahnhofs sind womöglich einfach neidisch – oder verprellt, weil sie mal nicht reinkamen. Aber das erklärt wohl nur einen Teil der üblen Anti-Berghain-Rhetorik, auf die man auch in Berlin, neben all den Berghain-Liebeshymnen, durchaus trifft. Manchmal hilft der Blick von außen. Und ein Abgleich mit dem Selbstbild von ganz innen. Bei Ryan Elliott kommt beides in Personalunion zusammen: Der Techno-DJ stammt aus Detroit, der Mutterstadt des Techno, aber lebt schon seit 2009 hier in Berlin. Und er ist mittlerweile Resident-DJ im Berghain und in der Panorama Bar.

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