Minister dagegen

Bericht: 3G-Regel in Zügen kommt offenbar doch nicht

Bundesverkehrsminister Scheuer hatte vier Ministerien mit der Prüfung beauftragt. Von diesen heißt es laut einem Bericht nun, die Regelung sei nicht umsetzbar.

Team News kmi
2 Min
Laut einem Bericht kommt die angedachte 3G-Regel in Zügen nun wohl doch nicht.

Laut einem Bericht kommt die angedachte 3G-Regel in Zügen nun wohl doch nicht.

© Imago/Future Image

Die Bild-Zeitung zitiert aus einem Entwurf der Unions-geführten Ministerien von Gesundheitsminister Jens Spahn, Innenminister Horst Seehofer und Scheuer, in dem es dazu heißt: Die „Durchsetzung einer 3G-Regelung“ ist „praktisch nicht durchführbar“. Der Grund: „Fahrgäste werden nicht beim Einstieg kontrolliert und müssen sich (…) nirgendwo registrieren bzw. einen festen Sitzplatz reservieren. Eine Kontrolle beim Einstieg ist aufgrund der kurzen Haltezeiten ausgeschlossen. Auch während der Fahrt findet bereits heute weder im Fern- noch im Nahverkehr eine vollständige Kontrolle von Tickets statt.“

Schon zuvor war der Plan Merkels auf Skepsis und Kritik gestoßen. „Natürlich würde die Ausdehnung der 3G-Regel dazu führen, dass sich die Fahrgäste sicherer fühlen können. Aber wie soll die Einhaltung kontrolliert werden? Das ginge nur mit viel Bundespolizei“, sagte Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, am Freitag der Berliner Zeitung. Für den Regional- und S-Bahn-Verkehr wäre eine solche Regel „völlig illusorisch“, so Jens Wieseke vom Berliner Fahrgastverband IGEB. „Zudem zeigen Studien, dass der öffentliche Verkehr kein Corona-Infektionsherd ist.“

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de