Israel hat der islamistischen Hamas über die Vermittler Katar und Ägypten einem Medienbericht zufolge eine zweimonatige Feuerpause im Gazastreifen im Gegenzug für die Freilassung aller Geiseln angeboten. Wie das Onlineportal Axios am Montag (Ortszeit) berichtete, sieht der israelische Vorschlag vor, dass die lebenden Geiseln und die sterblichen Überreste in mehreren Phasen nach Israel zurückgebracht werden.
Dem Bericht zufolge würde die erste Phase Frauen und Männer über 60 umfassen. Anschließend sollen weibliche Soldaten, Männer unter 60, die nicht dem Militär angehören, männliche israelische Soldaten und schließlich die sterblichen Überreste von Geiseln folgen. Im Rahmen des Plans sollen sich Israel und die Hamas den Angaben nach im Vorfeld auf eine Zahl palästinensischer Häftlinge einigen, die im Austausch für jede Geisel freigelassen werden sollen. Anschließend solle über den Namen jedes Palästinensers verhandelt werden.
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Der Plan sieht weder ein Ende des Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Palästinenserorganisation noch eine längerfristige politische Lösung vor. Den Angaben zufolge sollen israelische Soldaten aus großen Städten im Gazastreifen verlegt werden und hunderttausende Menschen, die aus dem Norden in den Süden des Gazastreifens vertrieben wurden, langsam dorthin zurückkehren.
Das Wall Street Journal hatte am Sonntag gemeldet, dass die USA, Ägypten und Katar versuchen, Israel und die Hamas davon zu überzeugen, sich auf eine Freilassung von Geiseln über einen Zeitraum von 90 Tagen zu einigen, unter anderem im Gegenzug für einen Rückzug Israels aus dem Gazastreifen. In dieser Woche reist der US-Koordinator für den Nahen Osten, Brett McGurk, nach Ägypten und Katar.
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Am 7. Oktober waren hunderte Anhänger der islamistischen Hamas in israelische Orte eingedrungen. Bei ihrem beispiellosen Überfall verübten sie Massaker an Zivilisten, töteten etwa 1140 Menschen und verschleppten 250 Menschen als Geiseln. Rund 100 Geiseln kamen während einer von Katar, Ägypten und den USA vermittelten einwöchigen Feuerpause im November frei, 132 Geiseln sind israelischen Angaben zufolge noch immer in der Gewalt der Hamas, 28 von ihnen sollen tot sein.
Als Reaktion auf den Überfall erklärte Israel der Hamas den Krieg und startete einen massiven Militäreinsatz im Gazastreifen. Nach jüngsten Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dort seither mehr als 25.200 Menschen getötet.
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