Gesundheit

Bericht: Mehrere Bundesländer planen kostenlose Drogentests

Ein neues Gesetz könnte bald Modellvorhaben in den Bundesländern erlauben, bei denen Menschen Drogen prüfen lassen können. Der Gesundheitsminister sagt, das ...

dpa
2 Min
ARCHIV - Drogen-Prüfungen in Verbindung mit Risikobewertung und gesundheitlicher Aufklärung werden laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Zahl der Drogentoten reduzieren.

ARCHIV - Drogen-Prüfungen in Verbindung mit Risikobewertung und gesundheitlicher Aufklärung werden laut Gesundheitsminister Karl Lauterbach die Zahl der Drogentoten reduzieren.

© Kay Nietfeld/dpa

Hintergrund ist ein neues Gesetz, das solche Angebote bundesweit ermöglichen soll. Die Länder sollen Modellvorhaben erlauben können, „wenn mit der Analyse eine Risikobewertung und gesundheitliche Aufklärung verbunden ist“. Dies werde die Zahl der Drogentoten reduzieren, sagte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD). Das Gesetz wurde am vergangenen Freitag vom Bundestag beschlossen und geht noch abschließend in den Bundesrat.

Der genaue Startzeitpunkt für entsprechende Modelle sei derzeit allerdings noch offen, teilte eine Sprecherin der Landesregierung Baden-Württemberg dem RND mit. Ein Sprecher des hessischen Sozial- und Integrationsministers, Kai Klose (Grüne), sagte, die Änderung auf Bundesebene übernehme in weiten Teilen die Vorschläge der hessischen Bundesratsinitiative von 2020.

Gegen entsprechende Angebote haben sich dem Bericht zufolge die Landesregierungen von Schleswig-Holstein, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen entschieden. Die übrigen Bundesländer – Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, NRW, Rheinland-Pfalz und das Saarland – teilten dem RND mit, noch keine abgeschlossene Meinung oder konkretere Pläne zu dem Thema zu haben.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema