Russland

Passagierflugzeug mit fast 50 Menschen an Bord in Russland abgestürzt – keine Überlebenden

Russische Medien berichten von einem Flugzeugabsturz an der Grenze zu China. Mindestens 46 Menschen sollen an Bord gewesen sein – alle sind offenbar tot.

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Eine Maschine von Angara Airlines ist am Donnerstag in Russland abgestürzt.

Eine Maschine von Angara Airlines ist am Donnerstag in Russland abgestürzt.

© Depositphotos/imago

In Russland soll ein Flugzeug mit mindestens 46 Menschen an Bord abgestürzt sein. Das berichtet unter anderem die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Gouverneur Wassili Orlow berichtete indes auf Telegram von 49 Insassen. Ihm zufolge befanden sich 43 Passagiere (darunter fünf Kinder) und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Nach vorläufigen Angaben kamen alle Insassen der Maschine ums Leben, berichteten Rettungsdienste.

Es handelte sich Tass zufolge um eine An-24-Maschine der Fluggesellschaft Angara Airlines. Die Angara Airlines startete planmäßig am Donnerstag um 7.36 Uhr Ortszeit (0.36 Uhr Moskauer Zeit) von Chabarowsk, teilte die Pressestelle des Flughafens Chabarowsk der Agentur Interfax mit. Das Flugzeug flog die Strecke Chabarowsk-Blagoweschtschensk-Tynda und verschwand dann kurz vor dem Flughafen Tynda von den Bildschirmen, die Crew reagierte nicht mehr auf Anrufe.

Inzwischen wurde das Wrack 15 Kilometer entfernt vom angesteuerten Flughafen gefunden. Aus der Luft wurden zunächst keine Überlebenden entdeckt. Das dicht bewachsene Gebiet erschwerte zunächst die Bergung am Boden. Ein Video, das aus einem Hubschrauber gefilmt wurde, zeigt eine zwischen Bäumen aufsteigende Rauchwolke. Mehr als 50 Einsatzkräfte machten sich auf den Weg zum Unglücksort.

Screenshot eines Videos, das von der östlichen interregionalen Direktion für Transport des russischen Ermittlungskomitees am 24. Juli 2025 veröffentlicht wurde. Es zeigt eine Luftaufnahme der Absturzstelle des Passagierflugzeugs Antonov AN-24 außerhalb der Stadt Tynda.

Screenshot eines Videos, das von der östlichen interregionalen Direktion für Transport des russischen Ermittlungskomitees am 24. Juli 2025 veröffentlicht wurde. Es zeigt eine Luftaufnahme der Absturzstelle des Passagierflugzeugs Antonov AN-24 außerhalb der Stadt Tynda.

© Investigative Committee of Russia/AFP

Flugzeugabsturz in Amur-Region: Ermittlungen gegen Fluggesellschaft

Als mögliche Ursache für den Absturz der An-24 in der Amur-Region werde ein Crewfehler bei der Landung bei schlechter Sicht in Betracht gezogen, berichteten die Rettungsdienste laut Tass. Während des Landeanflugs auf den Flughafen Tynda leitete das Flugzeug demnach ein Durchstartverfahren ein, woraufhin der Kontakt abbrach. Die Crew hatte laut Behörden zuvor keine technischen Probleme gemeldet.

Jedoch war die betroffene Maschine bereits 50 Jahre im Einsatz und seit 2018 offenbar bereits in vier Flugunfälle verwickelt, berichtet Rosaviatsia. Dabei könnte das Flugzeug beschädigt worden sein. Gegen die Fluggesellschaft seien Ermittlungen eingeleitet worden.

In Russland hat sich die Flugsicherheit nach mehreren tödlichen Flugzeugunglücken in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Dennoch kommt es vor allem in abgelegenen Gebieten wie im Fernen Osten des Landes immer wieder zu Flugzeug- und Hubschrauber-Abstürzen. Die Gründe sind meist schlechtes Wetter, oft auch technische Probleme aufgrund veralteter und schlecht gewarteter Flugzeuge.

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