Seit dem frühen Donnerstagmorgen fahren in Berlin aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi nahezu keine Busse, Trams und U-Bahnen. Der Ausstand sei mit Betriebsbeginn wie geplant angelaufen, sagte der Berliner Verdi-Verhandlungsführer Gordon Günther am Donnerstag. Gegen 9 Uhr versammeln sich die Streikenden für eine Kundgebung vor dem Hauptsitz der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Wie viele Streikende erwartet werden, könne man bislang nicht abschätzen, sagte Günther.
Die vom Verdi-Warnstreik nicht betroffene S-Bahn verstärkt für Donnerstag und Freitag das Angebot auf den Linien S3 und S5. „Auf beiden Linien gilt an beiden Tagen auch tagsüber das Angebot der Hauptverkehrszeit“, so das Unternehmen am Mittwoch.
Die S5 verkehrt demnach in der Zeit von 6 bis 18 Uhr zwischen Mahlsdorf und Ostbahnhof durchgehend im Fünf-Minuten-Takt. „Auf der S3 ergänzen zwischen 6 und 18.30 Uhr zusätzliche Züge im 20-Minuten-Takt zwischen Karlshorst und Ostbahnhof das Grundangebot“, hieß es.
Mit dem Warnstreik will Verdi am Donnerstag ganztägig und am Freitag bis 14 Uhr nahezu das gesamte Nahverkehrsangebot in Berlin zum Erliegen bringen. Busse, Trams und U-Bahnen der BVG bleiben in den Depots. Lediglich auf einzelnen Linien, die von Privatanbietern betrieben werden, sind Fahrzeuge unterwegs. Der S-Bahn- und der Regionalverkehr auf der Schiene, die nicht von der BVG betrieben werden, sind hingegen nicht betroffen.
Manche Buslinien nicht von BVG-Streik betroffen
Buslinien, die ganz oder teilweise im Auftrag der BVG von privaten Subunternehmen betrieben werden, bleiben auch am Donnerstag und Freitag in Betrieb. Dabei handelt es sich nach Angaben der BVG um folgende Linien: M36, 106, 114, 118, 124, 133, 161, 168, 175, 179, 184, 204, 218, 234, 275, 316, 318, 320, 326, 334, 349, 363, 380, N12, N23, N35, N39, N53, N61, N62, N68, N69, N84, N91, N95 und N97. Der Fahrdienst Muva im Osten Berlins und die BVG-Fährlinien werden ebenfalls nicht bestreikt.
Die ersten Arbeitsniederlegungen bei der BVG gab es bereits am Montag. Die Nahverkehrsgewerkschaft (NahVG) und die Gewerkschaft Kommunaler Landesdienst Berlin (gkl) riefen da zum Streik auf.
Streik von BVG und FFF: „Da wachsen Dinge zusammen, die auch zusammengehören“
Zwei BVG-Streiks in einer Woche: So kommen die Fahrgäste in Berlin trotzdem ans Ziel
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de