Pandemie

Berlin: Fast alle Bezirke müssen Infektionen nachmelden

Laut Gesundheitssenatorin Gote ist die tatsächliche Corona-Lage schlimmer als die Statistik zeigt. „Viele Fälle“ aus nahezu allen Bezirken seien nicht bekannt.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Ulrike Gote (Grüne), Senatorin für Gesundheit und Wissenschaft, spricht am Dienstag nach der Senatssitzung bei einer Pressekonferenz.

Ulrike Gote (Grüne), Senatorin für Gesundheit und Wissenschaft, spricht am Dienstag nach der Senatssitzung bei einer Pressekonferenz.

© dpa/Fabian Sommer

Gote wies darauf hin, dass ein Bezirk wegen technischer Probleme in den vergangenen Tagen gar keine Daten zu Corona-Fällen gemeldet habe. Dabei ging es um Marzahn-Hellersdorf. „Das wird jetzt aufgearbeitet“, kündigte die Gesundheitssenatorin an. „Insgesamt ist es so, dass in nahezu allen Bezirken viele Fälle nachzumelden sind.“

Senatorin Gote: Spitze der Corona-Welle ist noch nicht erreicht

Andere Länder mit hohen Infektionszahlen wie Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein rechneten damit, dass sie die Spitze der Welle noch nicht erreicht haben, sagte Gote. „Auch ich gehe davon aus, dass wir hier noch einen Weg vor uns haben.“ Die Verdopplungszeit bei der Zahl der Infektionen habe sich allerdings zuletzt verlängert. Das bedeute, dass die Welle etwas langsamer komme und die bisher beschlossenen Maßnahmen Wirkung zeigten.

Die Welle habe sich nicht stoppen und verhindern lassen. „Aber dieses Abbremsen wird sich für uns insofern positiv auszahlen, so ist zumindest die Hoffnung, dass unsere kritische Infrastruktur im Bereich Krankenhäuser nicht so schnell so belastet wird, wie zu befürchten war“, sagte Gote. Mit Blick auf die Krankenhäuser sei sie noch beruhigt. „Wir sehen aber, dass auch hier die Fälle zunehmen.“

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