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Berlin: Feminismus-Plattform „Edition F“ ist pleite

Das Unternehmen teilt mit, man sei „unendlich traurig“. Eine Insolvenz sei aber unvermeidbar.

Team News Philippe Debionne pde
2 Min
Editin F-Gründerinnen Susann Hoffmann (li.) und Nora-Vanessa Wohlert.

Editin F-Gründerinnen Susann Hoffmann (li.) und Nora-Vanessa Wohlert.

© imago

Die Plattform Edition F meldet knapp neun Jahre nach der Gründung vorläufige Insolvenz an. Das teilt das Unternehmen mit. Es sei fraglich, wie es mit der Online-Plattform für Frauen-Themen jenseits der vermeintlich „weiblichen Klassiker“ weitergehe. Die Idee bei der Gründung sei gewesen, „Frauen und ihren Freund*innen ein digitales Zuhause zu schaffen. Für die Themen abseits der vermeintlich ‚weiblichen Klassiker‘. Immer mit dem Ziel, diversen Menschen eine Bühne für ihre Themen, ihre Erfahrungen, ihre Perspektive zu geben“

Nach „zwei erschöpfenden Jahren und einer neuen wirtschaftlich angespannten Lage“ habe man aber leider keine Wahl, so Geschäfts­führerin Lana Wittig. Das Team sei „unendlich traurig.“ Man habe zwar „alles versucht“, so Wittig weiter, musste dann „aber schmerzhaft erkennen, dass die Insolvenz unvermeidbar ist. Das tut mir besonders für das wundervolle Team, alle Ticketkäufer*innen, Speaker*innen für den FFF Day und alle Partner*innen, mit denen wir lange Zeit vertrauensvoll arbeiten durften, sehr leid“.

Female Future Force Day: Rückerstattung für gekaufte Tickets?

Mit-Gründerin Nora-Vanessa Wohlert teilte mit: „Eine Insolvenz wirkt heute noch immer wie eine Niederlage. Dabei sollten wir den Erfolg nicht am Schlusspunkt messen, sondern uns bewusst machen, welchen positiven Impact, welche Lernerfahrung, welche Kraft ein Unternehmen und ein Team auf dem Weg bis zu diesem Tag entfalten konnten.“

Der für Anfang September geplante Female Future Force Day wird in diesem Zusammenhang abgesagt. Eine Rückerstattung für bereits gekaufte Ticktes darf nach Unternehmensangaben „aufgrund des anstehenden bzw. laufenden Insolvenzverfahrens derzeit aus rechtlichen Gründen“ nicht veranlasst werden. Man wolle aber eine „Lösung“ finden, „die den Schaden für alle möglichst gering hält“.

Zentrale feministische Themen auf der Agenda

Das Unternehmen teilte weiter mit: „Wir setzten von Anfang an zentrale feministische Themen auf die Agenda, schafften Identifikation, ein starkes Wir-Gefühl und machten Menschen sichtbar, deren Sichtbarkeit wir alle dringend brauchen, damit in der Zukunft eine echte Veränderung stattfinden kann.“

Vorerst werden man auch weiterhin Inhalte produzieren, „mit denen wir euch auf Augenhöhe begegnen und den Diskurs in Richtung Gleichberechtigung vorantreiben.“

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