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Berlin

Israelischer Botschafter in Berlin bedrängt: Polizei ermittelt

Propalästinensische Aktivisten sollen dem israelischen Botschafter Ron Prosor bei einem privaten Termin aufgelauert haben. Kai Wegner verurteilte die Bedrohung.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland

Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland

© Hannes P. Albert/dpa

Propalästinensische Aktivisten sollen den israelischen Botschafter in Berlin, Ron Prosor, bedrängt haben. Nun ermittelt die Berliner Polizei zu dem Vorfall, wie eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage am Mittwoch bestätigte. Mehrere Aktivisten hatten Prosor laut Medienberichten bei einem privaten Termin abgefangen.

Dabei sollen sie ihm unter anderem vorgeworfen haben, er habe Blut an den Händen. Auf einem in den sozialen Medien verbreiteten Video der Szene ist der Ruf „Ron Prosor, you can't hide, we charge you with genocide“ zu hören (Ron Prosor, du kannst dich nicht verstecken. Wir klagen dich wegen Völkermords an).  

Kai Wegner: „Berlin akzeptiert keinen Hass und Hetze“

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) sagte zu dem Vorfall: „Ich verurteile die Bedrohung von Botschafter Ron Prosor. Es ist absolut inakzeptabel, wenn Menschen aus Israel persönlich bedrängt und bedroht werden.“ Er sei froh, dass der Botschafter in Sicherheit sei. „Berlin akzeptiert keinen Hass und Hetze und wird gegen Antisemitismus in der Kultur, an den Universitäten und an jedem anderen Ort in Berlin vorgehen.“

Details zu dem Vorfall nannte die Berliner Polizei nicht. Die Zeitung B.Z. berichtete, es sei ein Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachtes auf eine Straftat eingeleitet worden. Auch dazu nannte die Polizei auf Nachfrage keine Details. 

Israel wird von Kritikern vorgeworfen, im Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen einen Genozid, also Völkermord, zu begehen. Israel weist den Vorwurf entschieden zurück. Die Angriffe werden als Selbstverteidigung nach der Terrorattacke der Hamas und anderer Extremisten am 7. Oktober vergangenen Jahres gerechtfertigt, bei denen nach israelischen Angaben rund 1200 Menschen getötet und etwa 250 aus Israel entführt worden waren.

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