Die Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen Zwangsarbeit gegen einen inzwischen 35-jähriger Mann erhoben. Er soll rumänische Männer für Abrissarbeiten auf Berliner Baustellen eingesetzt haben, sie um ihren Lohn betrogen haben und körperliche Gewalt ausgeübt haben, wie die Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde wegen Beihilfe mitangeklagt. Über Zeitungsanzeigen soll der Mann die Arbeiter in Rumänien rekrutiert haben.
Zwischen Februar und Juni 2018 sollen sie an sechs Tagen pro Woche mindestens zehn Stunden gearbeitet haben. Als einer der Männer nach sechs Wochen nach Bezahlung fragte, sollen ihm 80 Euro ausgezahlt worden sein, mit Abzug angeblich entstandener Lebenshaltungskosten. Der Mann soll anschließend eingeschüchtert noch mehrere Monate weitergearbeitet haben. Als er nach seinem Pass fragte, soll er von dem nun Angeklagten und dessen Gehilfen, geschlagen, gefesselt und mit einem Messer verletzt worden sein.
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Ein anderer Mann, dem 1000 Euro Monatslohn bei freier Kost und Logis versprochen wurde, soll nur 50 Euro erhalten haben und geschlagen worden sein. Beide Männer erstatteten erst in Rumänien Anzeige.
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