Kriminalstatistik

Mehr Gewalt, mehr Messertaten: Die beunruhigende Entwicklung in Berlin und ihre Gründe

Auf Schulhöfen, Straßen und hinter verschlossenen Türen steigt die Zahl der Übergriffe in der Hauptstadt. Experten nennen dafür verschiedene Gründe.

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Außer Rand und Band ist ein Mann, den Polizisten nach einer Gewalttat am Hermannplatz in Neukölln festhalten müssen.

Außer Rand und Band ist ein Mann, den Polizisten nach einer Gewalttat am Hermannplatz in Neukölln festhalten müssen.

© Morris Pudwell

Die Zahl der Gewalttaten in Berlin ist deutlich angestiegen. Das sorgt für Entsetzen. Seit Jahren erlebe man eine Verrohung auf den Straßen, sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Stephan Weh, am Donnerstag der Berliner Zeitung. „Die Hemmschwelle, andere anzugreifen und auch unter dem Einsatz von Waffen wie Messern schwer zu verletzen, ist gesunken.“ Von einem alarmierenden Anstieg spricht Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). „Wir erleben in Berlin eine Kettenreaktion der Gewalt“, sagt er. „In Berlin wird nicht nur der Ton härter, sondern auch das Leben – vor allem das Leben der ‚Schwächeren‘ gefährlicher.“

Für das Jahr 2022 hatte die Kriminalstatistik für Berlin 70.374 sogenannte Rohheitsdelikte registriert – ein Höchststand der vorangegangenen zehn Jahre. Laut einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur ist die Zahl im vergangenen Jahr noch einmal deutlich gestiegen: um etwa zwölf Prozent. Doch was sind die Gründe?

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