Am 15. Mai wird in der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte der DEFA-Film „Sterne“ aus dem Jahr 1959 gezeigt – der erste Spielfilm eines deutschen Regisseurs, der explizit von Auschwitz handelt. Im Anschluss ist eine Diskussionsveranstaltung geplant, wie die Stiftung Neue Synagoge Berlin auf Facebook mitteilte.
Der Film basiert auf dem Szenario und der Lebensgeschichte von Angel Wagenstein, einem bulgarischen Juden und kommunistischen Partisanen, der mit seinem Filmkonzept den Weg für die erste bulgarisch-deutsche Koproduktion im Film ebnete. Im Zentrum der Handlung steht ein Deportationszug mit griechischen Jüdinnen und Juden, die in einem temporären Lager in Bulgarien eingesperrt werden.
Regisseur des Films ist Konrad Wolf. Er bestand darauf, die Originalsprachen der Filmfiguren beizubehalten. In „Sterne“ werden daher eine Vielzahl von Sprachen gesprochen, darunter Deutsch, Bulgarisch, Griechisch und Ladino, die Sprache der sephardischen Juden, die durch die Shoah in Europa fast ausgelöscht wurde.
Neue Synagoge: „Sterne“ erhielt Sonderpreis bei Filmfestspielen in Cannes
Nach der Filmvorführung findet eine Diskussion unter anderem mit dem Gründungsdirektor der Stiftung Neue Synagoge Berlin, der Filmwissenschaftlerin Elke Schieber sowie der Autorin Lisa Schoß statt.
Der Film erhielt bei den Filmfestspielen von Cannes den Sonderpreis der Jury und gilt bis heute als einer der besten deutschen Filme über den Holocaust.
Die Anmeldung kann online via Mail erfolgen. Besucher sind dazu angehalten, 15 Minuten vor der Veranstaltung vor Ort zu sein, da die Sicherheitskontrollen im Eingang etwas Zeit in Anspruch nehmen können.
Quelle: Stiftung Neue Synagoge Berlin auf Facebook
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