Berlin-Mitte

Wie es bei der Verlängerung der U-Bahn-Linie U 5 weitergeht

Es steht ein Durchbruch bevor. Zudem beginnt bald ein umstrittenes Teilprojekt.

Peter Neumann
2 Min
Eine Tunnelröhre der U5.

Eine Tunnelröhre der U5.

© imago/Jürgen Heinrich

Schauplatz des Durchbruchs ist die Straße Unter den Linden nahe der Russischen Botschaft – genauer gesagt ihr Untergrund. Wesentliche Elemente der geplanten Verknüpfung sind da. Im U-Bahnhof Brandenburger Tor hält seit 2009 die U 55. Die Tunnelröhren, die sich in Richtung Alexanderplatz anschließen, wurden im Rohbau fertiggestellt. „Nun entsteht das Verbindungsstück“, so Seegers. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) will zur Feier kommen.

Eröffnung der U-5-Verlängerung Ende 2020

Im Sommer soll in den Tunnelröhren der Gleisbau beginnen. Weiterhin ist geplant, die U-5-Verlängerung Ende 2020 zu eröffnen, sagte Seegers. Dann fährt die U 5 von Hönow zum Hauptbahnhof – als neue Ost-West-Verbindung für Berlin.

Auf Seegers’ Arbeitsliste steht auch der Baustellenhafen, der 2010 unweit vom Roten Rathaus entstanden ist. In dem 80 Meter langen und neun Meter breiten Hafenbecken in der Spree, das 1,5 Millionen Euro gekostet hat, wurden Schlamm, Sand und Steine auf Schiffe verladen.

Marina für Touristenboote

Immer wieder gab es Ideen, den Hafen gegenüber der Schlossbaustelle dauerhaft zu nutzen – als Marina für Touristenboote, als Gestaltungselement für die künftige Mitte, als Anlegestelle für Ausflugsdampfer. Drei Jahre wurde debattiert.

„Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Hafen erhalten werden könnte“, sagte Seegers. 600.000 bis 700.000 Euro würde es kosten, ihn für den Personenverkehr auszubauen. Doch dazu wird es nicht kommen: „Es gab keine abschließende Entscheidung vom Senat.“ Wie es der Planfeststellungsbeschluss für die U 5 vorschreibt, werde der Hafen „zurückgebaut“ – für rund eine Million Euro. Nächste Woche beginnen die Arbeiten, zum29. Mai soll alles fertig werden.

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