Bildung

Berlin nutzt Bundesmittel aus Digitalpakt Schule kaum

Bund und Länder hatten 2019 beschlossen, Schulen mit schnellem Internet, digitalen Tafeln, WLAN und Laptops auszustatten.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
2 Min
Eine Schülerin mit einem Tablet-Computer.

Eine Schülerin mit einem Tablet-Computer.

© dpa/Gregor Fischer

Wie Zeit Online am Dienstag berichtet, sind von den 256,9 Millionen Euro Bundesmitteln, die Berlin zur Verfügung stehen, erst 27 Millionen bewilligt worden, so dass das Geld ausgegeben werden kann. Das sind knapp elf Prozent. In anderen Bundesländern ist der Anteil deutlich höher, bundesweit liegt er bei zwölf Prozent. Hamburg etwa hat bereits 127,9 Millionen Euro bewilligt - 100 Prozent, Sachsen 246,1 von 249,5 Millionen, das sind fast 99 Prozent.

Deutlich hinter Berlin liegen Schleswig-Holstein und das Saarland mit einem Anteil von jeweils etwa drei Prozent. Das Ziel, bis Ende 2021 die Hälfte der Finanzhilfen zu bewilligen, sei insgesamt noch weit entfernt, so Zeit Online.

Gerade während der Corona-Pandemie hat digitales Lernen als Alternative oder Ergänzung zum Unterricht in der Schule erheblich an Bedeutung gewonnen. Eine ausreichende Ausstattung etwa mit Laptops und Tablets, Lernplattformen und den Möglichkeiten, per Videokonferenz zu kommunizieren, ist damit ebenfalls noch wichtiger geworden.

Das Thema, dass Geld für den Digitalpakt ungenutzt bleibt, ist in Berlin nicht neu: Die Schulen müssen erst ein Medienkonzept erstellen, bevor sie das Geld bekommen. Förderanträge sind an gewisse Richtlinien gebunden. Die Förderungen könnten nicht einfach so verteilt werden, hieß es immer wieder. Bei allen Problemen macht Berlin Fortschritte. Im Sommer (Stand 17. Juli 2020) waren erst sieben Millionen aus dem Digitalpakt bewilligt worden.

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