Auf dem S-Bahnhof Oranienburger Straße in Berlin-Mitte ist es am Mittwochnachmittag zu einer folgenschweren Auseinandersetzung gekommen. Nach Angaben der Berliner Polizei geriet um 14.15 Uhr eine Person ins Gleis und wurde von einer Bahn der Linie S1 überfahren. „Es besteht der Verdacht eines Tötungsdeliktes, ein Tatverdächtiger wurde festgenommen“, sagte eine Polizeisprecherin. Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 32-Jährigen. Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstagnachmittag auf der Plattform X mitteilte, befindet sich der 32-Jährige mittlerweile in Untersuchungshaft. Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.
Laut Polizei gerieten die zwei Männer auf dem Bahnsteig der Linie S1 zunächst in einen Streit. Daraufhin kam es zu einer Rangelei, ein 48-Jähriger stürzte ins Gleisbett und wurde von einem einfahrenden Zug überrollt. Er erlag noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.
Mordermittler werten Zeugenaussagen aus – Leiche wird obduziert
Kriminaltechniker sicherten stundenlang Beweismittel. Ermittler der 1. Mordkommission befragten Zeugen und sicherten Videoaufnahmen, die nun ausgewertet werden. Am frühen Abend wurde die Leiche in die Gerichtsmedizin transportiert, wo sie obduziert werden soll. Nähere Angaben zum Opfer und den genauen Hintergründen machten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst nicht.
Wie die S-Bahn Berlin mitteilte, lief nach der Ermittlungsarbeit am Tatort erst am Abend der S-Bahnverkehr auf der betroffenen Strecke wieder an. Auf den Strecken der Linie S1, S2 und S25 kam es demnach zu Verspätungen und Zugausfällen.
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