Das linke Jugendzentrum „Potse“ sprach bei Twitter noch am Sonntagabend von „Polizeigewalt“ und „brutalen Festnahmen“. Die beiden Festgenommenen seien im Mannschaftswagen der Polizei mehrfach von verschiedenen Polizisten misshandelt worden. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisierte, Gewalt gegen Polizisten werde „in einzelnen Teilen der Gesellschaft als völlig legitim“ angesehen.
Mit Schlägen, Tritten und Flaschenwürfen seien die Einsatzkräfte angegriffen worden, als sie die beiden Festgenommenen zu einem Einsatzwagen bringen wollten. Dabei sei einer der Polizisten von einer Flasche am Hinterkopf getroffen worden und erlitt dadurch eine Platzwunde. Einer seiner Kollegen sei nach einem Faustschlag ins Gesicht zu Boden gegangen. Die beiden seien zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden, während ein von einer Flasche an der Schulter getroffener Beamter weiterhin im Einsatz bleiben konnte.
Der mutmaßliche Flaschenwerfer sei später wiedererkannt und ebenfalls festgenommen worden. Der 35-Jährige soll bereits einschlägig in Erscheinung getreten sein. Er muss sich nun wegen des Verdachts des besonders schweren Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung verantworten.
Die Demonstration stand unter dem Titel „Kiezkultur von unten - für eine solidarische Nachbarschaft“. Nach einem Bericht der Zeitung „B.Z.“ zeigt ein Video von dem parallel stattfindenden „Rote Insel Fest“, wie eine Menschenmenge „Ganz Berlin hasst die Polizei“ ruft und Polizisten mit Flaschen bewirft. Die Polizisten setzten daraufhin Reizgas ein, zogen sich angesichts der aggressiven Menschenmenge aber zurück.
Polizeibericht Berlin
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