Justiz

Berliner Polizist bei linker Demo mit Metallstange geschlagen – Anklage

Bei einer Versammlung Mitte Januar kam es zur Eskalation zwischen Polizei und Demonstranten. Ein 25-Jähriger wurde nun angeklagt.

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Bei der Versammlung kam es zu Ausschreitungen gegen Polizisten.

Bei der Versammlung kam es zu Ausschreitungen gegen Polizisten.

© Funke Foto Services/imago

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen 25-jährigen Dänen erhoben, der sich bei einer Versammlung an Ausschreitungen gegen Polizisten beteiligt haben soll. Ihm wird schwerer Landfriedensbruch, Widerstand gegen und tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Gegen Mittag am 14. Januar 2024 soll der Angeschuldigte an der Versammlung zum „Gedenktag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht“ teilgenommen haben. Dabei soll er zu einer Teilgruppe von zehn Personen gehört haben, die zunächst polizeifeindliche Sprechchöre skandierte. Aus dieser Gruppe sollen auch Polizeikräfte angeschrien, getreten, geschlagen und körperlich bedrängt worden sein. Der Angeschuldigte selbst soll mit einer etwa zwei Meter langen Metallstange mehrfach gezielt auf die Köpfe von drei Polizisten geschlagen und mit der Stange Stichbewegungen ausgeführt haben.

Heftige Auseinandersetzungen bei linker Demo in Berlin: 21 verletzte Polizisten

Ein Polizist soll dadurch am Mittelfinger verletzt worden sein. Seiner anschließenden Festnahme soll sich der Angeschuldigte ebenfalls widersetzt haben. Gegen den 25-Jährigen erging bereits am 15. Januar 2024 auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Haftbefehl, er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Bei der Gedenkveranstaltung kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Ein Redner hatte bei dem Aufzug in Höhe der Frankfurter Allee „strafbare Parolen“ auf einem Lautsprecherwagen skandiert, wie die Polizei bei X, ehemals Twitter, schrieb. Als der Redner vom Versammlungsleiter ausgeschlossen und anschließend von Einsatzkräften vorläufig festgenommen wurde, eskalierte die Lage. Mehrere Demonstranten griffen Polizisten an, die sich unter anderem mit Pfefferspray wehrten.

Insgesamt wurden laut Polizei 21 Einsatzkräfte verletzt. Vier von ihnen sind ersten Erkenntnissen zufolge in ein Krankenhaus gekommen. 16 Demonstranten wurden festgenommen.

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