Dem linksalternativen Wohnprojekt in der Köpenicker Straße 137 in Berlin-Mitte, „Köpi 137“, droht die Räumung. Am heutigen Mittwoch will das Landgericht Berlin über eine Räumungsklage der Eigentümerin verhandeln, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.
Diese hat nach den Angaben dem Bewohnerverein fristlos gekündigt, obwohl es einen Mietvertrag bis zum Jahr 2037 gibt. Die Klägerin und Vermieterin begründet dies mit einer akuten Einsturzgefahr des Gebäudes. Außerdem habe der Verein die Erhaltungspflicht verletzt. Der Verein bestreitet die Vorwürfe - und dass das Gebäude einsturzgefährdet sei.
Da der Verein das Grundstück innerhalb der gesetzten Frist nicht geräumt hat, kommt es zum Prozess. Dieser findet aus Sicherheitsgründen nicht in dem eigentlichen Gerichtsgebäude in Charlottenburg, sondern im Kriminalgericht Moabit statt, wie es hieß.
Wagencamp von „Köpi 137“ wurde 2021 geräumt
Dort wurden auch in der Vergangenheit Prozesse verhandelt, wenn es um Wohnprojekte der linksalternativen Szene ging. Dazu gehörte auch der Streit um eine Räumung des Köpi-Wagencamps auf einem angrenzenden Gelände des Projekts „Köpi 137“. Dieses war nach einer erfolgreichen Klage im Herbst 2021 unter gewaltvollen Protest geräumt worden.
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