Das Feuer war am Vorabend aus bislang ungeklärter Ursache in einer Erdgeschosswohnung in der Residenzstraße ausgebrochen. Fünf Menschen erlitten laut Feuerwehr Rauchgasvergiftungen.
Der Fünfjährige wurde leblos im Flur der verqualmten Wohnung entdeckt. Ein Notarzt reanimierte das Kind, das anschließend mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Friedrichshain gebracht wurde. Dort erlag der Junge wenige Stunden später seinen schweren Brandverletzungen.
Das Feuer war am Freitag gegen 18.00 Uhr im Kinderzimmer ausgebrochen, wo sich der Fünfjährige zu diesem Zeitpunkt alleine aufgehalten haben soll. Die Eltern befanden sich im Wohnzimmer und brachten - als sie den Qualm bemerkten - zunächst ihren vier Jahre alten Sohn in Sicherheit, ehe sie erfolglos versuchten, dessen Bruder zu retten.
Laut Pressemitteilung der Polizei befanden sich lediglich die Eltern und die beiden Kinder in der Wohnung. Bei der Leitstelle der Feuerwehr war darüber hinaus noch von zwei jungen Frauen die Rede, die sich in der Wohnung aufgehalten haben sollen.
Einer der beiden Elternteile soll zudem im diplomatischen Dienst der Republik Tschad arbeiten. Ein Sprecher der Feuerwehr wies allerdings Spekulationen zurück, dass ungeklärte Hoheitsrechte die Löscharbeiten verzögert haben könnten. Die Rettung von Menschenleben habe immer Vorrang.
Zudem hätten die Einsatzkräfte zunächst überhaupt keine Kenntnis davon gehabt, dass es sich bei der Wohnung um „exterritoriales Gebiet“ handeln könnte. Eine offizielle Bestätigung dafür, dass es sich tatsächlich um eine Diplomatenwohnung gehandelt hat, war am Samstag nicht zu erhalten. (dpa)
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