Food & Drink

Test-Essen nicht bestanden: Restaurant im Adlon verliert Michelin-Stern

Die Konzentration von Sterne-Restaurants ist in Berlin weiterhin so hoch wie in keiner anderen deutschen Stadt. Dabei gibt es einige Veränderungen in diesem Jahr.

Team News dpa/BLZ
3 Min
Portrait des Sternekochs Jonas Zörner im Restaurant »Lorenz Adlon Esszimmer« sowie Reportage aus der Küche des Berliner Luxus-Hotels Adlon. Fotografiert für Berliner Zeitung am Wochenende am 13.03..2025

Portrait des Sternekochs Jonas Zörner im Restaurant »Lorenz Adlon Esszimmer« sowie Reportage aus der Küche des Berliner Luxus-Hotels Adlon. Fotografiert für Berliner Zeitung am Wochenende am 13.03..2025

© Marcus Glahn / Berliner Zeitung am Wochenende

Der Guide Michelin hat am Dienstag seine Sterne verliehen. Auch Berliner Restaurants wurden ausgezeichnet. Ein Restaurant mit drei Sternen des Gourmetführers „Guide Michelin“ und vier Zwei-Sterne-Lokale machen die Hauptstadt attraktiv für Liebhaber der gehobenen Küche. Dazu kommen in der neuen Ausgabe 17 Restaurants mit einem Michelin-Stern, eins mehr als 2024.

Große Veränderungen in der Qualität der führenden Berliner Restaurants stellten die Tester nicht fest. Weiterhin liegt das „Rutz“ mit seinen drei Sternen auf dem ersten Platz. In der Zwei-Sterne-Kategorie gibt es nun vier statt wie zuletzt fünf Restaurants: „Coda Dessert Dining“, „Facil“, „Horváth“ und „Tim Raue“. Das „Lorenz Adlon Esszimmer“ verlor einen seiner bislang zwei Sterne.

Drei Restaurants in Brandenburg mit Michelin-Stern

Ein Neuzugang in der Sterne-Kategorie ist das „Loumi“ im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, das für seinen ersten Stern besonders hervorgehoben wird: „In dem kleinen Eckrestaurant in Berlin-Kreuzberg steht mit Karl-Louis Kömmler ein Autodidakt am Herd und bietet einen Mix aus japanisch-asiatisch und französischer Küche.“ Grüne Sterne für eine Vorreiterrolle bei nachhaltiger Küche erhielten in Berlin das „Bandol sur mer“, „Bonvivant“, „Frea“, „Horváth“, „Nobelhart & Schmutzig“ und „Rutz“.

In Brandenburg wurden drei Restaurants statt wie bisher zwei mit einem Stern geehrt. Neu hinzugekommen ist das „Sawito“ in Falkensee westlich von Berlin. Schon länger dabei sind in Potsdam das „Kochzimmer“ in der Gaststätte „Zur Ratswaage“ und die „Alte Überfahrt“ in Werder (Havel).

Insgesamt erhielten in Deutschland zwölf Restaurants die höchste Kategorie von drei Sternen, Hamburg und München bilden mit jeweils zwei davon die „deutsche Gastrospitze“. Mittlerweile können 341 Restaurants mindestens einen Stern aufweisen. Das zweite Jahr in Folge gibt es demnach so viele Sterne-Restaurants in Deutschland wie nie zuvor.

Guide Michelin zählt zu besten Restaurantführern

Der Restaurantführer lobte die deutschen Köche und Köchinnen: „Ihr hoher Qualitätsanspruch ist ungebrochen, ebenso der Ideenreichtum und die Passion. Immer bestrebt, sich ganz am Gast zu orientieren, entwickeln oftmals junge Küchenchefinnen und Küchenchefs neue unprätentiöse, zugängliche und verständliche Konzepte.“ Der Trend zu pflanzenbasierter Küche setze sich fort. Bei der Produktwahl spielten Region und Saison weiter eine große Rolle. Der „Guide Michelin“ zählt neben dem „Gault&Millau“ zu den international führenden Restaurantführern. Schon ein Stern gilt als hohe Auszeichnung. Drei Sterne stehen für „eine einzigartige Küche – eine Reise wert“.

Die fest angestellten Tester haben eine Ausbildung in der Gastronomie, sie kommen unangekündigt und bewerten nach einheitlichen Maßstäben fachgerechte Zubereitung, Geschmack, persönliche Note, Preis-Leistungs-Verhältnis und gleichbleibende Qualität.

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