Vor dem Berliner Landgericht beginnt heute der Prozess gegen sieben junge Männer, die für eine tödliche Auseinandersetzung am Humboldt Forum im September 2025 verantwortlich gemacht werden. Den Angeklagten im Alter zwischen 16 und 23 Jahren wirft die Staatsanwaltschaft gefährliche Körperverletzung, Landfriedensbruch und Beteiligung an einer Schlägerei vor. Vier von ihnen sehen sich zusätzlich mit dem Vorwurf des Totschlags konfrontiert.
Hintergrund ist ein Vorfall vom 12. September 2025, bei dem ein 20-jähriger Syrer durch mehrere Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurde. Die Tat ereignete sich im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen. Der junge Mann erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Zwei seiner Begleiter trugen leichte Verletzungen davon. Was den Streit zwischen den Gruppen ausgelöst hat, ist nach Angaben der Ermittler bislang nicht geklärt.
Gericht setzt 30 Verhandlungstage an
Tatort war das Humboldt Forum im historischen Zentrum der Hauptstadt. Bei dem Gebäudekomplex handelt es sich um einen Nachbau des früheren Berliner Schlosses.
Das Gericht hat für die Verhandlung zunächst 30 Sitzungstage angesetzt. Ein Urteil wird nicht vor dem 13. Oktober erwartet.
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