Bei der Anzahl der Bußgelder, die Berliner Bezirke gegen die Sonntagsöffnungszeiten von Spätis 2023 verhängt haben, gibt es große Unterschiede. Das geht aus einer AfD-Anfrage an den Berliner Senat hervor. Am meisten Bußgelder wurden in diesem Jahr bis Oktober mit 202 Bußgeldern in Pankow verhängt, in Tempelhof-Schöneberg waren es 97 und in Charlottenburg-Wilmersdorf 34.
Am wenigsten Verstöße registrierten die Behörden der Antwort zufolge in den außenliegenden Bezirken Spandau (3) und Lichtenberg (1). Darauf folgen die Innenstadt-Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln mit neun und acht registrierten Bußgeldern.
Ausnahmen für Spätis in Berlin gelten zum Beispiel in Bahnhöfen
Offiziell müssen die allermeisten Spätis am Sonntag, also von Samstagnacht um Mitternacht bis Sonntag um Mitternacht schließen, weil sie wie alle anderen Geschäfte unter das Ladenöffnungsgesetz fallen. Ausnahmen gelten für Geschäfte für Touristen und in Bahnhöfen oder für solche, die Waren zum sofortigen Verzehr anbieten wie zum Beispiel Backwaren.
Der Senat betonte, Berlin habe mit seinen sehr weit gefassten Öffnungszeiten von 24 Stunden an sechs Tagen in der Woche die Interessen der Ladenbetreiber und Kunden bereits „in hohem Maße“ berücksichtigt. Eine Erlaubnis für weitere Öffnungen der Läden auch an Sonntagen sei daher nicht nötig und auch nach der Rechtslage nicht möglich.
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