Polizeieinsatz

Berlin: Streit um Corona-Regeln – Bewaffnete wollen Imbiss stürmen

Ein Konflikt um die Maskenpflicht in Treptow-Köpenick eskalierte. Dutzende bewaffnete Männer erschienen mit Messern, Schreckschusswaffen und Pfefferspray.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Blick auf den Tatort in der Schönefelder Chaussee.

Blick auf den Tatort in der Schönefelder Chaussee.

© Morris Pudwell

Zunächst habe ein Imbiss-Mitarbeiter den 19-Jährigen und einen 20-Jährigen aufgefordert, Hygieneregeln zu beachten und eine Mund-Nasen-Bedeckung aufzusetzen. Bei dem folgenden Streit sollen sich der 19-Jährige und der 24 Jahre alte Mitarbeiter gegenseitig ins Gesicht geschlagen haben. Bevor die zwei jungen Männer flüchteten, sollen sie eine Rückkehr mit vielen Menschen angekündigt haben.

Zeugen sprechen von bis zu 100 aufgebrachten Menschen

Rund dreieinhalb Stunden später sei dann eine Gruppe vieler Männer aufgetaucht. Mehrere Mitarbeiter hätten den 19-Jährigen, der sich in der Menge befand, ergriffen und geschlagen. Zeugenaussagen zur Gruppengröße reichten von 20 bis 100 Menschen, wie ein Polizeisprecher sagte. Als Einsatzkräfte anrückten, seien die meisten geflüchtet. Beamte hätten vor dem Imbiss Waffen gefunden.

Während des Einsatzes sei ein Auto mit dem 19-Jährigen vorgefahren, der bewusstlos auf der Rückbank lag. Der Fahrer habe um Hilfe gebeten. Im Krankenhaus sei der junge Mann wieder zu Bewusstsein gekommen. Ein Atemalkoholtest habe etwa 2,6 Promille ergeben. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts des schweren Landfriedensbruches, des Verdachts der einfachen und gefährlichen Körperverletzung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de

Lesen Sie mehr zum Thema