Wer die Senats- oder die Staatskanzlei nach der Länder-Kooperation von Berlin und Brandenburg befragt, bekommt stets die gleiche Antwort: Nirgendwo in Deutschland, lautet sie, sei die regionale Zusammenarbeit enger als zwischen dem Stadtstaat Berlin und dem Flächenland Brandenburg.
In 27 Staatsverträgen und gut zwei Dutzend gemeinsamen Einrichtungen sei dies dokumentiert und belegt: gemeinsame Gerichte, gemeinsamer Rundfunk, gemeinsame Landesplanung, gemeinsame Filmförderung, gemeinsame Wirtschaftsförderung, gemeinsamer Verkehrsverbund, gemeinsames Abitur, gemeinsame Kabinettsitzungen und vieles mehr.
Enge Zusammenarbeit auch zwischen Bremen und Hamburg
Natürlich arbeiten aber nicht nur Berlin und Brandenburg zusammen. Auch die beiden anderen deutschen Stadtstaaten, Bremen und Hamburg, haben in Jahrzehnten ihre Verbindungen zu den Nachbarländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen (siehe Karte) vertieft. Dennoch gibt es einige Unterschiede. Hamburg etwa hat keine gemeinsame Landesplanung mit seinen Nachbarn, sondern stimmt sich projekt- und themenbezogen ab. Gemeinsame Kabinettsitzungen gibt es regelmäßig nur mit Schleswig-Holstein, allerdings tagt einmal jährlich die sogenannte Nordkonferenz, zu der auch Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen gehören.
Bremen betreibt, neben IT-Kooperationen, vor allem die Wirtschaftsförderung seiner Region gemeinsam mit Niedersachsen. Mit der Hansestadt Hamburg gibt es vor allem eine kooperative Vermarktung und Entwicklungsplanung der beiden großen Häfen, auch was Sicherheitsfragen angeht.
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