Berlin und Paris uneinig

Bundesregierung gegen Blockade wegen Amazonas-Bränden

Frankreichs Präsident hatte zuvor eine Blockade des Mercosur-Abkommens angekündigt.

BLZ
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Container werden im Hafen von Santos verladen, der Teil des Freihandelsabkommen ist. (Archivbild)

Container werden im Hafen von Santos verladen, der Teil des Freihandelsabkommen ist. (Archivbild)

© Werner Rudhart/dpa

Blockade hätte keinen Effekt

Der Regierungssprecher hob hervor, dass das Abkommen, auf das sich die EU Ende Juni mit den Mercosur-Staaten geeinigt hatte, für „offenen und fairen Welthandel mit hohen Umwelt- und Sozialstandards“ stehe. Diese seien für die Bundesregierung „von essentieller Bedeutung“. Der Amazonas-Regenwald sei „von herausragender Bedeutung für Klimaschutz und Artenvielfalt“. „Der Nichtabschluss des Mercosur-Abkommens würde jedoch keinen Beitrag dazu leisten, dass in Brasilien weniger Regenwald gerodet wird“, argumentierte der Regierungssprecher. Die Bundesregierung stehe „bereit, Brasilien bei den Bemühungen zur raschen Bewältigung dieser schweren Krise zu unterstützen“.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor eine Blockade des Mercosur-Abkommens angekündigt. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Staatschefs sagte zur Begründung, Macron sei zu dem Schluss gekommen, dass der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro ihn über seine Umweltschutz-Absichten „belogen“ habe. Vor dem am Samstag beginnenden G7-Gipfel in Biarritz waren sich Berlin und Paris aber einig, dass die Waldbrände im Amazonas-Gebiet dort auf die Tagesordnung gehören. „Das Ausmaß der Brände ist erschreckend und bedrohlich nicht nur für Brasilien, sondern für die ganze Welt“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. (afp)

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