Nicht nur die Berliner: Alle Deutschen haben ein gespaltenes Verhältnis zum Müll. Laut einer Civey-Umfrage behaupten gut 85 Prozent, brav ihren Müll zuhause zu trennen. Doch die Realität zeigt, dass das entweder gelogen ist oder die Befragten nicht wissen, wie man seine Abfälle richtig trennt. Denn laut Umweltbundesamt befinden sich in der grauen Restmülltonne zu zwei Dritteln Papier, Kunststoff oder Bioabfall. Und das seit Jahren.
Wer zuhause richtig trennt, hat kaum Restmüll. Der fällt überwiegend im Badezimmer an – etwa eklige Babywindeln, alte Rasierklingen oder volle Staubsaugerbeutel und altes Katzenstreu. Wer richtig seinen Hausmüll trennt, kann Geld sparen. Die Abfallgebühren für die Bio- und Restmülltonne legen die Kommunen auf die Hausbesitzer um – und die wiederum auf ihre Mieter. Die Leerungen der bunten Tonnen für Papier, Glas oder Kunststoff sind hingegen gratis. Sie werden von der Verpackungsindustrie über die elf „Dualen Systeme“ gezahlt – eine milliardenschwere und äußerst intransparente Organisation.
Tatsächlich würde bei korrekter Mülltrennung eine kleine schwarze Tonne für ein Mehrfamilienhaus mit 20 Parteien reichen. Dann würde sich auch die meist halbleere Biotonne endlich bis zur Abholung füllen. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) schreibt dieser Zeitung: „Die Bioabfalltonne kostet in Berlin deutlich weniger als die Restabfalltonne. Sie schont also nicht nur Umwelt und Klima, sondern auch den Geldbeutel.“ Aber es sind nicht nur die Verbraucher, Hausbesitzer oder Mieter, die sich oft gegen Mülltrennung und Recycling sperren, sondern auch viele Kommunen selbst.
Abfallwirtschaft
Berlin verbrennt am liebsten seine Abfälle: Dank Robert Habeck ein starker Beitrag zum Klimaschutz
Recycling würde Energie und Rohstoffe sparen. Dass Berlin so viel Abfall verfeuert, hat man auch Habeck zu verdanken: Er machte Müllverbrennung zur erneuerbaren Energie.
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Kunststoff, Papier, Speisereste, illegal entsorgte Elektrogeräte: Berlins Restmülltonne ist dank Robert Habeck erneuerbar.
© Camcop Media/Andreas Klug