Der seit 2017 in der Berliner Verwaltung aktive Chatbot Bobbi soll zum Ende des Jahres abgeschaltet werden, Bobbi, der in den vergangenen Jahren zahlreiche Anfragen beantwortet hat, sei technisch überholt. Das geht aus einer Meldung auf der Webseite von Jan Lehmann (SPD), Mitglied des Abgeordnetenhauses aus Marzahn-Hellersdorf, hervor.
Es ist eine Neuentwicklung geplant, die als IKT-Basisdienst allen Berliner Verwaltungen zur Verfügung stehen soll, so Lehmann. Ein IKT-Basisdienst im E-Government ist das digitale Bindeglied zwischen der Onlinedienstleistungen für die Bürger sowie Unternehmen und den Fachverfahren in der Verwaltung. IKT-Basisdienste werden von der Senatskanzlei zentral angeboten.
Bobbi wurde als Modellprojekt durch eine Forschungskooperation des ITDZ und der TU Berlin gestartet und wird vom DAI-Labor (Distributed Artificial Intelligence Laboratory der TU Berlin) betrieben. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung läuft Ende des Jahres 2024 aus und wird nicht verlängert.
Chatbot Bobbi kann neben Deutsch auch Türkisch, Englisch und Ukrainisch
Im Jahr 2022 verzeichnete Bobbi laut Lehmann rund 58.000 Sitzungen, die meisten davon auf Deutsch. Im Jahr 2023 waren es mit 72.000 noch einmal mehr. Bobbi kann auch Englisch, Russisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch, Italienisch, Polnisch, Französisch, Portugiesisch und Niederländisch.
Trotz seiner eingeschränkten Fähigkeiten ist Bobbi ein lernendes System: Jede Antwort wird von ihm bewertet und bei zukünftigen Antworten beachtet. Jedoch kann er mit modernen KIs, wie dem auf Large Language Models (LLM) basierenden ChatGPT, nicht mithalten. Diese fähigen Systeme können komplexe Sachverhalte einfach kommunizieren und im Dialog bei Verständnisfragen helfen.
Eine nahtlose Überleitung von Bobbi zu einem neuen Chatbot wird es nicht geben. Die Planung für einen IKT-Basisdienst Chatbot war bereits seit Langem im Gespräch.
Quelle: Jan Lehmann
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