Berlin, die Stadt der offenen Wunden, der ewigen Baustellen, der immer neuen Versprechen. Der Song „Mein Berlin“ ist nicht einfach ein Liebeslied, sondern vielmehr ein Liebesvorwurf. Ein Klagelied auf eine Stadt, die sich zu Tode renoviert. Stichwort: Gentrifizierung. „Was haben sie nur aus dir gemacht?“ – der Auftakt sitzt wie ein Seufzer, halb Verzweiflung, halb Trotz. Man spürt in jeder Zeile die Sehnsucht nach dem Dreck, nach dem ehrlichen Chaos, nach der Ungepflegtheit, die einmal Charme bedeutet hat.
Pop
Berlin, warum willst du wie die andern sein? Wie Paris, New York, Frankfurt am Main?
In der neuen Vorab-Single „Mein Berlin“ aus dem Musical „Wir sind am Leben“ von Peter Plate und Ulf Leo Sommer geht es um unsere verrückte Stadt. Hat Berlin sich verlaufen?
3 Min
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„Mein Berlin“ mit Daniel Pohl (l.) und Celina dos Santos aus dem Musical-Cast
© Ferran Casanova