Chefredakteur Moritz Eichhorn hat in dieser Zeitung den Satz geschrieben, der vom Wahlabend bleiben wird: „Der Souverän kann sich keine Partei backen.“ Die Berliner, so seine Diagnose, haben nicht das Programm der Linken gewählt, sondern ein Brecheisen. Sie wollten das Kartell aus CDU und SPD aufbrechen und griffen zu dem Werkzeug, das im Regal lag. Das trifft. Aber es erklärt nur die halbe Wahl. Offen bleibt, warum in diesem Regal nur ein einziges Werkzeug lag.
Gastbeitrag
Berlin wollte den Wechsel – CDU und SPD haben ihn der Linken überlassen
Die Linke konnte Protest und Machtoption verbinden. Die AfD nicht. Doch dabei muss es nicht bleiben. CDU und SPD haben es in der Hand.
Frank-Christian Hansel
9 Min
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Elif Eralp, Spitzenkandidatin der Linken, am Wahlabend im Berliner Abgeordnetenhaus
© Katharina Kausche/dpa